Leitbörsen in Fernost einheitlich im Minus

Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich im Minus tendiert. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0,41...

Tokio (APA/dpa-AFX) - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch einheitlich im Minus tendiert. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0,41 Prozent auf 27.640,91 Einheiten nach. Der Shanghai Composite verlor 1,62 Prozent auf 4.229,27 Punkte.

Die Märkte in Indien und Australien zeigten sich mit klar negativen Vorzeichen. Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 26.811,20 Zählern mit einem Minus von 2,29 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney sank um 2,15 Prozent auf 5.690,90 Einheiten.

Die Börse in Japan blieb wegen der Feiertage den dritten Tag in Folge geschlossen. Am Donnerstag wird aber wieder gehandelt.

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich zur Wochenmitte dem zuletzt schwachen Trend an den internationalen Börsen nicht entziehen können. Sorgen um die US-Konjunktur und um Griechenland hatten die Wall Street sowie die Indizes in Europa am Vortag noch deutlich belastet.

Nach den massiven Kursverlusten am Vortag hatten sich die chinesischen Börsen am Mittwoch zunächst etwas erholt und von erneuten Spekulationen profitiert, die Regierung könnte die Konjunkturhilfen für die schwächelnde Wirtschaft aufstocken. Der CSI-300 mit den 300 größten Werten vom Festland war zeitweise um 2 Prozent gestiegen, drehte dann aber ins Minus.

Zum Handelsschluss verlor der Index 0,95 Prozent, nachdem er bereits am Dienstag um fast 4 Prozent abgesackt war. Händler begründeten die Kursverluste erneut mit der Sorge, dass Fondsmanager angesichts anstehender Börsengänge Geld aus etablierten Werten abziehen könnten. Auch der Hang-Seng-Index in Hongkong gab seine im Handelsverlauf erzielten Gewinne wieder komplett ab und schloss im Minus.

Die in China in den vergangenen Monaten stark gelaufenen Versorger- und Industrie-Aktien büßten besonders deutlich ein. Datang International Power Generation und Huadian Power International sackten um mehr als 5 Prozent ab. Kursverluste in dieser Größenordnung mussten auch die Papiere der Eisenbahngesellschaften China Railway Group und China Railway Construction hinnehmen.

Auch der australische Leitindex zeigte sich tiefrot. Enttäuschende Geschäftszahlen der Commonwealth Bank of Australia ließ deren Aktien um fast 6 Prozent abrutschen. Mit einem Minus von rund 5 Prozent erging es den Papieren des Supermarktbetreibers Woolworth - ebenfalls nach schwachen Zahlen - kaum anders.


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