Geringes Interesse an Information

Nur knapp 50 Bewohner ließen sich in Kufstein bei der Gemeindeversammlung über neue Projekte ins Bild setzen.

Von Michael Mader

Kufstein –Die Festungsstadt hat die 20.000er-Marke geknackt. Mit Stichtag 27. April 2015 waren erstmals 20.064 Personen in Kufstein gemeldet, 18.592 mit Hauptwohnsitz. Trotzdem waren zur öffentlichen Gemeindeversammlung am Dienstagabend nur knapp 50 Personen in den Rathaussaal gekommen – ein Teil davon waren auch noch Stadt- und Gemeinderäte sowie städtische Bedienstete.

Dabei gab es an diesem Abend allerhand Interessantes zu erfahren: Bürgermeister Martin Krumschnabel informierte unter anderem darüber, dass in Kufstein die Frauen mit rund 52 Prozent die Oberhand haben und knapp 15.000 Bewohner die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Danach folgen mit großem Abstand Deutsche mit 1466 Personen und Türken mit 886 Personen.

Der Stadtchef berichtete aber auch über die Finanzlage der Stadtgemeinde und gab einen Rückblick über die wichtigsten Vorhaben des vergangenen Jahres. „Erstmals konnten seit dem Juli 2014 alle Personen aus Kufstein, Schwoich und Thiersee sofort und ohne Wartezeit in einem unserer Altenwohnheime aufgenommen werden“, freute sich Krumschnabel. Er gab den Anwesenden zudem einen Ausblick auf die kommenden Projekte in der Stadt, wie den Bau von weiteren zehn Mietkabinen im Freischwimmbad, die Gestaltung des Stadtparks mit mehr Grünflächen und neuen Gehwegen, den Bau eines Kindergartens am Arkadenplatz um 617.000 Euro, die Erweiterung der Shared-Space-Flächen in der Josef-Egger-Straße und am Oberen Stadtplatz sowie den angedachten Neubau der Polytechnischen Schule im Bereich der beiden Neuen Mittelschulen.

Diskussionsbedarf der Zuhörer gab es bezüglich der geplanten Anmietung für das Stadttheater und einen Veranstaltungssaal im künftigen Kulturquartier: Es gab Kritik an den zu erwartenden Kosten, die meisten befürworteten aber diesen Schritt. Etwas müsse aber laut Krumschnabel auf alle Fälle geschehen. Es gebe immer wieder Kritik von Vereinen an der Nutzung der Kufstein Arena sowohl für den Sport, die Schulen als auch für Kulturveranstaltungen. Krumschnabel: „Irgend­etwas werden wir tun müsse­n. Entweder bauen wir eine Sporthalle oder eine Kultur­halle.“

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