Stahlindustrie warnt vor „fatalen Konsequenzen“ durch GDL-Ausstand

Köln/Berlin (APA/AFP) - Der Streik der deutschen Lokführergewerkschaft GDL könnte der Stahlindustrie schon bald schwer zusetzen: Bis zu vier...

Köln/Berlin (APA/AFP) - Der Streik der deutschen Lokführergewerkschaft GDL könnte der Stahlindustrie schon bald schwer zusetzen: Bis zu vier Tage könne seine Branche durchhalten, dann werde es kritisch, sagte Hans-Joachim Welsch, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der Wirtschaftsvereinigung Stahl, am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Die Hochöfen und Koksöfen der Stahlindustrie dürften „nicht kalt werden“. Sollten natürliche Rohstoffe wie Erze oder Kokskohle durch den Ausstand nicht mehr bei den Hochöfen ankommen, hätte dies „fatale Konsequenzen“, warnte Welsch.

Die Stahlindustrie ist Welsch zufolge im hohen Maße auf den Schienenverkehr angewiesen. 80 Prozent des Transports der Branche werden demnach über die Bahn und die Binnenschifffahrt abgewickelt. „Wir sind der größte Kunde“ der Deutschen Bahn, sagte er dem Sender. Mit Ersatzfahrplänen im Güterverkehr würde die Bahn darauf aber eingehen.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) streikt bundesweit seit Montag im Güter- und seit Dienstag im Personenverkehr. Beide Ausstände sollen noch bis Sonntagfrüh andauern.

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~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA250 2015-05-06/11:56


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