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Fuchsbandwurm forderte Todesopfer im Unterland

Befall blieb 20 Jahre unentdeckt. Die Diagnose kam erst Ende 2014.

Symbolfoto.
© ZOOM-TIROL

Von Alexander Paschinger

Volders –Landesjägermeister Anton Larcher hatte es bei der Trophäenschau in Imst bereits erwähnt. Doch bei den zuständigen Stellen der Gesundheitsbehörden traf die Todesmeldung erst diese Woche ein: Am 6. April verstarb Altbäuerin Marianne Gruber aus Volders mit 74 Jahren an den Folgen eines Befalls mit Fuchsbandwurm. Die Heimtücke der Krankheit ist erschütternd, wie ihre Tochter Christine Gruber schildert. Und als erschreckend bezeichnet sie eine 20-jährige Krankheitsgeschichte, die von Fehldiagnosen und Verdächtigungen geprägt war. „Es ist irgendwie symptomatisch, wie in unserer Gesellschaft auch mit älteren Frauen umgegangen wird“, sagt die Tochter. Und: „Ich habe bis zu unserem Fall nicht geglaubt, dass wir in einer Zwei-Klassen-Medizin leben.“ Hätte ihre Mutter eine Zusatzversicherung gehabt, „dann wäre sie wohl früher auf Fuchsbandwurm getestet worden“.


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