Europas Leitbörsen zu Mittag mehrheitlich höher

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch zu Mittag mehrheitlich freundlich tendiert. Der Euro-Stoxx...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch zu Mittag mehrheitlich freundlich tendiert. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,70 Prozent auf 3.571,50 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte gegen 12.15 Uhr mit 11.397,38 Punkten und einem Plus von 0,62 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London stieg um 0,22 Prozent und steht nun bei 6.942,92 Stellen.

Die weiterhin gute Unternehmensstimmung im Euroraum hat die europäischen Börsen unterstützt, hieß es von Marktbeobachtern. Stärker als erwartet gesunkene Einzelhandelsumsätze hinterließen hingegen kaum Spuren.

Der Einkaufsmanagerindex, eine Umfrage in Unternehmen, fiel im April nach Berechnungen des Forschungsinstituts Markit zwar leicht auf 53,9 Zähler zurück. In einer ersten Schätzung war aber ein stärkerer Rückgang auf 53,5 Punkte ermittelt worden. Außerdem hält sich der Indikator in der Nähe seines einjährigen Höchststandes.

An der Athener Börse blieb nach dem Kursrutsch vom Vortag um fast 4 Prozent eine Erholung bis dato jedoch aus. Die Furcht um ein Scheitern der Verhandlungen zur Abwendung einer griechischen Staatspleite belastete die Börse weiterhin.

Aktien von Versicherern zählten im restlichen Europa mit zu den größten Gewinnern. Angetrieben wurde der Sektor von einem deutlichen Kurszuwachs in Höhe von 2,35 Prozent bei den Allianz-Aktien. Europas größter Versicherungskonzern war mit einem überraschenden Gewinnplus ins Jahr gestartet. In London standen die Aktien von Prudential nach Zahlen moderat im Minus.

In Frankfurt konnten auch BMW von einem Quartalsbericht profitieren und verbesserten sich um 0,80 Prozent. Der Autobauer hat die Prognose für den Umsatz im Kerngeschäft nach einem starken ersten Quartal und wegen des schwachen Euro erhöht. Nur optisch im Minus lagen dagegen VW-Aktien, die am Tag nach der Hauptversammlung ex-Dividende gehandelt werden.

Bester Euro-Stoxx-Wert waren die Aktien von AB Inbev mit einem Kursaufschlag von 2,8 Prozent. Der weltgrößte Brauereikonzern konnte - auch dank seiner hochpreisigen Biere - ein kräftiges Gewinnplus verbuchen.

Die zweitgrößte französische Bank Societe Generale profitierte im ersten Quartal von der Belebung an den Kapitalmärkten. Der Überschuss habe sich in den ersten drei Monaten mehr als verfünffacht, hieß es von der Bank. Der Gewinnsprung ist vor allem auf ein starkes Geschäft im Aktienhandel zurückzuführen. Dadurch konnten die Probleme im Anleihegeschäft, der Rückgang im heimischen Filialgeschäft und Verluste in Russland mehr als ausgeglichen werden. Am Markt sackten SocGen-Papiere dennoch um knapp drei Prozent ab, nachdem sie in diesem Jahr bisher stark zugelegt hatten.

Die drittgrößte französische Bank Credit Agricole (Aktie plus 1,55 Prozent) ist dank guter Kapitalmarktgeschäfte solide ins neue Jahr gekommen. Das Gewinnplus im Investmentbanking und der Verwaltung von Vermögen konnte die Schwäche im heimischen Privatkundenmarkt ausgleichen. Unter dem Strich stieg der Überschuss um 2,6 Prozent auf 784 Millionen Euro. Experten hatten mit einem leichten Gewinnrückgang gerechnet.

In Kopenhagen verteuerten sich Vestas Wind Systems nach einem starken und besser als von Analysten erwarteten ersten Quartal deutlich um 3,78 Prozent. Verantwortlich für den kräftigen Zuwachs ist auch der für 2015 angehobene Ausblick des Windkraftanlagenbauers.

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom verdient wegen des harten Konkurrenzkampfes weniger Geld. Der Überschuss sei im ersten Quartal um sechs Prozent auf 351 Mio. Franken gefallen, teilte der Telekomkonzern mit. „Anhaltend hohe Investitionen und gleichzeitig großer Preisdruck prägen unser Geschäft“, sagte Konzernchef Urs Schaeppi. Die Aktien zeigten sich mit minus 0,45 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA286 2015-05-06/12:29


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