Zugkollision - Ein Toter und mehrere Verletzte bei Unglück nahe Graz

Graz (APA) - Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge nahe Graz ist am Mittwoch einer der beiden Lokführer ums Leben gekommen. Mehrere Personen...

Graz (APA) - Beim Zusammenstoß zweier Personenzüge nahe Graz ist am Mittwoch einer der beiden Lokführer ums Leben gekommen. Mehrere Personen wurden verletzt. Eine 60-Jährige befand sich in Lebensgefahr und wurde wie der zweite Lokführer ins Spital geflogen. Das Unglück mit zwei S-Bahnen der Steiermärkischen Landesbahnen passierte zwischen Deutschfeistritz und Übelbach bei Waldstein (Bezirk Graz-Umgebung).

Die Züge prallten gegen 10.15 Uhr frontal aufeinander. Mehrere Personen wurden „massiv eingeklemmt“, berichtete die Feuerwehr. Die Verletzen wurden befreit und von der Rettung versorgt. Für einen Lokführer kam jede Hilfe zu spät, der zweite wurde laut ÖTC mit „nicht allzu schweren Verletzungen“ mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Unglücksursache dürfte menschliches Versagen gewesen sein. Der Lokführer des Zuges Richtung Peggau missachtete offenbar ein Haltesignal und fuhr in die eingleisige Strecke ein, wo es dann zur Kollision kam, erläuterte Helmut Wittmann, Geschäftsführer der Steiermärkischen Landesbahnen, am Unglücksort. Er bestätigte auch den Tod des einen Lokführers: „Wir haben heute einen Mitarbeiter verloren.“

Die Unfallstelle befand sich direkt neben der Pyhrnautobahn (A9), einige Kilometer südlich des Gleinalmtunnels. Im Einsatz standen die ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 12 (nicht 9, wie ursprünglich berichtet) und 16 sowie ein Helikopter des Innenministeriums und mehrere Rettungsfahrzeuge des Roten Kreuzes. Zwölf Feuerwehren mit rund 150 Einsatzkräften waren an Ort und Stelle. Die Freiwilligen Feuerwehren begannen gegen Mittag gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Graz mit den Bergungsarbeiten an den Triebwagengarnituren.

(Grafik 0548-15, Format 88 x 55 mm; weitere Zusammenfassung bis ca. 16.00 Uhr)


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