Studie: 72.700 Arbeitsplätze hängen an der Luftfahrtbranche

Wien (APA) - Die heimische Luftfahrt sichert 72.700 Arbeitsplätze, davon 23.600 Stellen direkt. 2014 kam die Branche auf einen Produktionswe...

Wien (APA) - Die heimische Luftfahrt sichert 72.700 Arbeitsplätze, davon 23.600 Stellen direkt. 2014 kam die Branche auf einen Produktionswert von 10,4 Mrd. Euro, die Wertschöpfung lag bei 4 Mrd. Euro, so die Ergebnisse einer Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts (IWI) im Auftrag des österreichischen Luftfahrtverbandes, die am Dienstagabend in Wien präsentiert wurde.

Studienautor Herwig Schneider führte die vielen indirekt geschaffenen Arbeitsplätze auf die hohe Verschränkung der Luftfahrtindustrie mit der Wirtschaft zurück. Vor allem für den Tourismus haben Airlines, Flughäfen und Co. große Bedeutung. Auch ohne die vielfach kritisierte Ticketsteuer liefere die Branche und ihre Beschäftigten jährlich rund 1,6 Mrd. Euro an Steuern und Abgaben an den Fiskus ab, wurde in der Studie errechnet.

Der scheidende AUA-Chef Jaan Albrecht stellte am Rande der Veranstaltung vor Journalisten vier zusätzliche Embraer-Regionaljets zu den geplanten 17 Fliegern in Aussicht. Dies sei aber erfolgsabhängig und werde erst später entschieden, so Albrecht. Vorerst ist geplant, die 21 veralteten Fokker-Jets durch 17 Embraer-Flieger zu ersetzen. Da die Embraer-Jets größer sind als die Fokker, komme die Umflottung einer Angebotsausweitung gleich. Dies sei vergleichbar mit drei Langstreckenflugzeugen oder 400.000 zusätzlich angebotenen Sitzplätzen pro Jahr, sagte Albrecht.

Seinen Nachfolger an der AUA-Spitze, Kay Kratky, bezeichnete Albrecht als einen „Profi mit Auslandserfahrung“. Auf die Frage, ob Kratky ähnlich hart sanieren müsse wie Albrecht in den vergangenen drei Jahren, meinte der Manager, er übergebe eine Airline, die aus heutiger Sicht gut aufgestellt sei und Seitenwind aushalten könne.

~ WEB http://www.austrian.com ~ APA342 2015-05-06/13:28


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