Zugkollision - Verkeilte Führerhäuser, in den Waggons klebt Blut

Deutschfeistritz (APA) - Zwischen einem Bach und einem Acker, in geradezu idyllischer Umgebung, liegt die Regionalstrecke Deutschfeistritz-Ü...

Deutschfeistritz (APA) - Zwischen einem Bach und einem Acker, in geradezu idyllischer Umgebung, liegt die Regionalstrecke Deutschfeistritz-Übelbach der Steiermärkischen Landesbahnen. Am Mittwoch verdrängt der Einsatz Dutzender Rettungskräfte das ländliche Bild. Die ineinander verkeilten Führerhäuser zweier kollidierter Züge zeugen von einem schweren Bahnunglück.

Im Acker, im hohen Gras, rund um die beiden Loks liegen unzählige gebrauchte Erste-Hilfe-Utensilien: Handschuhe, Spritzen und Verbandszeug. Am Boden der Waggons klebt Blut - Hinweise auf schwere Verletzungen, die einige Passagiere erlitten haben. Besonders schwer wurde eine der beiden Führerkabinen beschädigt: Das gesamte Cockpit ist bis zur Tür eingedrückt, dazwischen noch der Sessel des Lokführers eingeklemmt.

Der erste Waggon samt Führerhaus des anderen Zugs hob durch die Wucht des Zusammenstoßes von den Gleisen ab und schob sich teilweise in und über den Gegenzug. Links und rechts der Gleise liegen zwischen den medizinischen Materialien ein herausgerissener Sitz, die Tür zur Führerkabine und Glasscheiben. In den Gesichtern der Feuerwehrleute, des Bürgermeisters Michael Viertler und vor allem des Landesbahnen-Geschäftsführers Helmut Wittmann ist der Schock abzulesen.

In einem Waggon mit blutverschmiertem Boden hängt ein Zettel mit Hinweisen für die „Sicherheit im Zug“. Das Unglück forderte ein Menschenleben, zwei Verletzte wurden mit Hubschraubern ins Spital geflogen.

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