Sondererlös half Hannover Rück über Sturmschäden hinweg

Hannover (APA/dpa) - Trotz der Schäden durch Sturm „Niklas“ und den Germanwings-Absturz hat der Rückversicherer Hannover Rück seinen Gewinn ...

Hannover (APA/dpa) - Trotz der Schäden durch Sturm „Niklas“ und den Germanwings-Absturz hat der Rückversicherer Hannover Rück seinen Gewinn in den ersten drei Monaten 2015 deutlich gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum legte der Überschuss um 20 Prozent auf knapp 280 Mio. Euro zu, wie der weltweit drittgrößte Rückversicherer am Mittwoch in Hannover mitteilte.

Den größten Schaden in der Quartalsbilanz hinterließ Sturm „Niklas“, dessen Folgen die Hannover Rück 42 Mio. Euro kosteten. Der Branchenverband GDV beziffert die versicherten Schäden in Deutschland auf insgesamt 750 Mio. Euro. Der Versicherungsdienstleister AIR Worldwide geht europaweit sogar von Schäden von 1,0 bis 1,9 Mrd. Euro aus.

Der Germanwings-Flugzeugabsturz mit 150 Toten Ende März in Frankreich schlug bei der Hannover Rück mit 12 Mio. Euro zu Buche. Die beteiligten Versicherer unter Führung des Münchner Allianz-Konzerns haben 300 Mio. US-Dollar (270 Mio. Euro) zur Seite gelegt, um den Zeitwert des Flugzeugs, die Bergung und vor allem die Entschädigungen für die Opferfamilien abzudecken. „Unser Anteil daran ist nicht sehr groß“, sagte Finanzchef Vogel. Zwar stehe die Höhe des Schadens noch nicht ganz fest. Doch selbst wenn die Summe noch steige, werde dies bei der Hannover Rück vergleichsweise geringe Spuren hinterlassen.

Dass der Gewinn so stark stieg, verdankte die Hannover Rück deutlich höheren Gewinnen aus Kapitalanlagen. Sowohl Zinspapiere als auch Immobilien hätten mehr abgeworfen. Hinzu kam eine Kompensationszahlung eines Kunden für ein Geschäft in der Personenrückversicherung, die dem Konzern 40 Mio. Euro einbrachte.

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~ ISIN DE0008402215 WEB http://www.hannover-rueck.de/ ~ APA455 2015-05-06/15:30


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