Wohnbau in Kärnten: Bestes Angebot soll zum Zug kommen

Klagenfurt (APA) - „Faire Bedingungen bei Ausschreibungen im gemeinnützigen Wohnbau“, hat am Mittwoch die Kärntner Landeshauptmannstellvertr...

Klagenfurt (APA) - „Faire Bedingungen bei Ausschreibungen im gemeinnützigen Wohnbau“, hat am Mittwoch die Kärntner Landeshauptmannstellvertreterin Gabriele Schaunig (SPÖ) angekündigt. In Zukunft soll der Bestbieter anstatt des Billigstbieters zum Zug kommen. Kriterien sind unter anderem die Zahl der Lehrlinge und der Arbeitnehmer über 50, die Zahl der Leiharbeiter und die eingesetzten Subunternehmen.

Die Pleite der Alpine habe den Ausschlag gegeben, die lange geplanten Maßnahmen auch umzusetzen, erklärte Schaunig bei einer Pressekonferenz: „Hier waren es vor allem die vielen Subunternehmer, die von dieser Insolvenz mitgerissen wurden.“ Deshalb habe man diesem Umstand auch eine große Bedeutung eingeräumt, wenn es in Zukunft Ausschreibungen im gemeinnützigen Wohnbau gibt. „Bei der Ausschreibung muss der Projektwerber schon angeben, mit welchen Subunternehmern er arbeiten möchte - das wird dann auch überprüft“, erklärte Stefan Hasse, Landesinnungsmeister der Innung Bau der Wirtschaftskammer.

Ein weiteres Thema seien die Leiharbeiter. „Leiharbeiter können durchaus eingesetzt werden, wenn das der Spitzenabdeckung dient - doch wenn ein Unternehmen mit drei Angestellten einen Auftrag annimmt, für den man 20 Leute braucht, dann geht das nicht“, sagte Hasse. In den Ausschreibungsverfahren werde es auch Pluspunkte für Unternehmen geben, bei denen besonders viele Lehrlinge oder Arbeitnehmer über 50 Jahren beschäftigt werden. Und auch die Ökologie werde eine Rolle spielen. Darunter falle auch die Distanz zwischen dem Unternehmen und der geplanten Baustelle. Mit dieser Maßnahme soll auch die Regionalität gestärkt werden, sagte Günther Kostan, Obmann des Verbandes der gemeinnützigen Wohnbauvereinigungen. „Tischler, Schlosser oder Maler vor Ort kommen dann nicht nur bei der Errichtung von Wohnbauten verstärkt zum Einsatz, sondern auch bei der Erhaltung.“

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