Sozialbetrug - Problem insbesondere für Bauwirtschaft

Wien (APA) - Sozialbetrug durch Schwarzarbeit und Scheinfirmen ist in Österreich insbesondere für die Bauwirtschaft in den letzten Jahren zu...

Wien (APA) - Sozialbetrug durch Schwarzarbeit und Scheinfirmen ist in Österreich insbesondere für die Bauwirtschaft in den letzten Jahren zum Problem geworden. Sozialbetrügerisch agierende Unternehmen, aber auch dabei mitwirkende Arbeitnehmer, verstoßen gegen arbeits- und lohnrechtliche Standards, wird in den Erläuterungen zum vorliegenden Gesetzespaket ausgeführt.

„Mit dem Gesetzespaket zur Bekämpfung des Sozialbetrugs geht heute ein Maßnahmenmix in Begutachtung, wodurch es vor allem im Baubereich wesentlich schwieriger wird, betrügerische Praktiken auf dem Rücken der Allgemeinheit zu begehen“, so Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) am Mittwoch laut Pressemitteilung.

Mit solchen Verstößen erlangen die betrügerischen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil im Vergleich zu korrekt handelnden Firmen, heißt es im Begutachtungsentwurf weiter. Durch die Systematik der Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungskasse (BUAK) finanzieren jene Unternehmen, die die Regelungen des Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG) beachten, die Ansprüche der Arbeitnehmer sozialbetrügerisch agierender Unternehmen. Das Gesetzespaket soll das künftig verhindern.

Das Zurückdrängen von Scheinfirmen (die keine Abgaben und damit auch keine Steuern zahlen) soll dazu führen, dass legal operierende Unternehmen Aufträge erhalten, die ihren Abgabenverpflichtungen nachkommen. Alleine für die Bereiche Bewehrung, Stuckatur- und Trockenbauarbeiten schätzt eine Studie des IHS mittels Input-Output Analyse die zu lukrierenden Einnahmen auf Abgaben inklusive Steuern auf bis zu 508 Mio. Euro jährlich.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Kommentieren