„Eine zentrale technische Weiterentwicklung“

Innsbruck – Für ORF-Landesdirektor Helmut Krieghofer ist Tirol in ein neues Fernseh-Zeitalter gestartet. Die zentralen Punkte der Umstellung...

© Andreas Rottensteiner / TT

Innsbruck –Für ORF-Landesdirektor Helmut Krieghofer ist Tirol in ein neues Fernseh-Zeitalter gestartet. Die zentralen Punkte der Umstellung erklärt er im Interview.

Alle ORF-Sender werden jetzt über Antenne in HD gesendet. Warum ist das für Sie vergleichbar mit der Umstellung von Schwarz-Weiß- auf Farbfernsehen?

Helmut Krieghofer: Weil es für unser Publikum und uns eine zentrale technische Weiterentwicklung ist. In ganz Tirol verfügen acht von zehn Haushalten über einen HD-tauglichen Fernseher, aber die tatsächliche Nutzung in High Definition liegt deutlich darunter. Das Ziel für uns muss sein, dass möglichst viele ORF-Zuseher/-innen – bis 2020 ca. 90 Prozent – alle unsere Programme in HD mit schärferem Bild und klarerem Ton genießen können.

Wer profitiert von Simpli?

Krieghofer: Außer denen, die jetzt schon über Antenne fernsehen, jene mit Zweitgerät im Haushalt, etwa im Büro, Küche oder im Gartenhaus. Da SimpliTV mit der Box mobil genutzt werden kann, ist es genauso für Studenten/ -innen interessant, die häufig den Wohnort wechseln.

Welchen Vorteil bringt die Umstellung dem ORF?

Krieghofer: Als öffentlich-rechtliches Fernsehen sind wir Dienstleister und bringen Informationen in hoher Qualität, technisch und inhaltlich. In Tirol ist es unsere Aufgabe, die Programme auch in jene Täler zu bringen, wo es nicht immer einen guten Satellitenempfang gibt oder Wettereinflüsse die Empfangsqualität beeinträchtigen.

Auch Private wie ServusTV senden über SimpliTV.

Krieghofer: Wir nehmen die Mitbewerber ernst. Wir werden von unserer Grundausrichtung, Regionalität geliefert von Profis, nicht abgehen. Vor allem bei „Tirol heute“ ging und geht es darum, dass man unser Land in der Sendung spürt. Nicht umsonst bemühen sich jetzt andere Sender um Regionalität.

Muss das Angebot von diesen regionalen Sendungen im ORF auf das Internet ausgedehnt werden?

Krieghofer: Das ist eine Grundvoraussetzung. Es gibt immer mehr Seher/-innen, die „Tirol heute“ nicht mehr um 19 Uhr sehen, sondern später in der TVthek. Nach unserer Volksmusikwunschsendung „Mei liabste Weis“ aus dem Außerfern hatten wir um drei Uhr früh 40.000 (!) Zugriffe. Die Lebensgewohnheiten ändern sich. Apps zu diesen Sendungen sind die nächsten Überlegungen, was uns rechtlich derzeit nicht möglich ist. (chris)


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