Europas Leitbörsen schließen ohne klare Richtung

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mit uneinheitlicher Tendenz aus der Sitzung gegangen. Der Euro-Stoxx-...

Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen sind am Mittwoch mit uneinheitlicher Tendenz aus der Sitzung gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbesserte sich leicht um 0,32 Prozent auf 3.558,03 Zähler. Konjunkturnachrichten und zahlreiche Unternehmensergebnisse sorgten zur Wochenmitte für Bewegung.

Nach mehrmaligem Vorzeichenwechsel trübten am Nachmittag enttäuschende US-Konjunkturdaten und eine schwächer tendierende Wall Street etwas die Stimmung. Wie der Dienstleister ADP mitteilte, entstanden im April 169.000 neue US-Arbeitsplätze. Erwartet wurde ein Plus von im Schnitt 200.000 Stellen. Zudem wurde der Aufbau im März von 189.000 auf 175.000 Stellen nach unten gesetzt.

Für etwas Unterstützung sorgten hingegen europäische Konjunkturnachrichten: So bleibt die Unternehmensstimmung im Euroraum trotz eines leichten Rücksetzers gut. Der Einkaufsmanagerindex fiel im April leicht um 0,1 Punkte auf 53,9 Zähler zurück. In einer ersten Schätzung war aber ein stärkerer Rückgang auf 53,5 Punkte ermittelt worden.

Ein Branchenvergleich in Europa zeigte den Versicherungssektor unter den größeren Gewinner. Angetrieben wurde der Sektor von einem deutlichen Kursplus in Höhe von 2,42 Prozent bei den Aktien der Allianz. Europas größter Versicherungskonzern war mit einem überraschenden Gewinnplus ins Jahr gestartet.

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Hingegen büßten BMW in Frankfurt 2,25 Prozent an Wert ein, obwohl der Autobauer die Prognose für den Umsatz im Kerngeschäft nach einem starken ersten Quartal und wegen des schwachen Euro erhöht hat.

Aktien von AB Inbev zeigten sich nach Zahlen mit einem Plus von 1,10 Prozent. Der weltgrößte Brauereikonzern konnte - auch dank seiner hochpreisigen Biere - ein kräftiges Gewinnplus verbuchen.

Die zweitgrößte französische Bank Societe Generale profitierte im ersten Quartal von der Belebung an den Kapitalmärkten. Der Überschuss habe sich in den ersten drei Monaten mehr als verfünffacht, hieß es von der Bank. Dennoch sackten SocGen-Papiere 2,27 Prozent ab.

Die drittgrößte französische Bank Credit Agricole ist dank guter Kapitalmarktgeschäfte solide ins neue Jahr gekommen. Das Gewinnplus im Investmentbanking und der Verwaltung von Vermögen konnte die Schwäche im heimischen Privatkundenmarkt ausgleichen. Die Aktien reagierten mit plus 0,55 Prozent.

In Kopenhagen verbesserten sich Vestas Wind Systems nach einem starken und besser als von Analysten erwarteten ersten Quartal um deutliche 3,49 Prozent. Verantwortlich für den kräftigen Zuwachs ist auch der für 2015 angehobene Ausblick des Windkraftanlagenbauers.

Der Schweizer Telekomkonzern Swisscom verdient wegen des harten Konkurrenzkampfes weniger Geld. Der Überschuss sei im ersten Quartal um sechs Prozent auf 351 Mio. Franken gefallen, teilte der Telekomkonzern mit. „Anhaltend hohe Investitionen und gleichzeitig großer Preisdruck prägen unser Geschäft“, sagte Konzernchef Urs Schaeppi. Die Aktien zeigten sich mit minus 0,99 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA555 2015-05-06/18:10


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