Österreich gibt Ukraine weitere Million an Hilfsgeldern

Wien (APA) - Österreich stellt eine weitere Million Euro für die Verbesserung der humanitären Situation in der Ukraine bereit. Das gab Außen...

Wien (APA) - Österreich stellt eine weitere Million Euro für die Verbesserung der humanitären Situation in der Ukraine bereit. Das gab Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) bei seinem Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Pawlo Klimkin am Dienstagabend in Kiew bekannt, wie die Austrian Development Agency (ADA) der APA am Mittwoch mitteilte.

Seit Ausbruch des Konflikts 2014 hat die ADA 1,2 Millionen an humanitärer Hilfe für die Ukraine geleistet. Österreich hat zudem Sachspenden im Wert von 1,25 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dies schließt etwa Heizgeräte, die medizinische Behandlung von Verletzten oder Winteraufenthalte von 196 ostukrainischen Kindern in Österreich mit ein.

Österreich, das einen beträchtlichen finanziellen Beitrag für die Ukraine geleistet hat und das der fünftgrößte Investor in dem osteuropäischen Land ist, verlange „zu Recht“ mehr Tempo bei Reformen im Bereich Korruptionsbekämpfung, in der Justiz und Verwaltung, sagte Kurz vor Journalisten in Kiew. „Das Geld muss auch ankommen.“ Kurz sah die Regierung von Präsident Petro Poroschenko „auf dem richtigen Weg“. „Aber es ist durchaus legitim, ungeduldig zu sein und mehr Tempo einzufordern.“

Eine tiefe Rezession mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von acht Prozent (2014) und der Währungsverfall machen der Ukraine wirtschaftlich zu schaffen. Das von einer Staatspleite bedrohte Land hat laut Internationalem Währungsfonds (IWF) einen Finanzbedarf von 40 Milliarden US-Dollar in den nächsten vier Jahren.

Die EU hat 11 Milliarden Euro, der IWF 17, 5 Milliarden US-Dollar zugesagt. Die Ukraine ist allerdings auch eines der korruptesten Länder weltweit. Laut Transparency International liegt das Land im Korruptionsindex auf dem 142. von insgesamt 174 Plätzen.


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