Hunderte Kindersoldaten in Demokratischer Republik Kongo entkommen

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr bereits hunderte Kindersoldaten aus der H...

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr bereits hunderte Kindersoldaten aus der Hand bewaffneter Gruppen freigekommen. Durch Militäreinsätze gegen diese Gruppen sei es den Kindern ermöglicht worden zu entkommen, sagte ein Sprecher der UN-Mission Monusco am Mittwoch.

Seit Jahresbeginn seien mindestens 430 Kinder, darunter drei Mädchen, von den Gruppen im unruhigen Osten des Landes getrennt worden. Laut UNO kämpfen oder leben bis zu 30.000 kongolesische Kinder an der Seite bewaffneter Gruppen.

Die Zahl der Kinder, die der Hutu-Rebellengruppe Demokratische Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) entkommen, nimmt den Angaben zufolge besonders schnell zu. Die ruandische Rebellengruppe ist im Kongo aktiv, seitdem sie 1994 nach dem Genozid an den Tutsi aus dem benachbarten Ruanda vertrieben wurde. Einige der älteren Hutu-Kommandeure der Miliz werden von internationalen Gerichten wegen ihrer Rolle bei den Massakern gesucht, bei denen rund 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu ermordet wurden. Seit Jänner läuft eine Offensive der kongolesischen Armee gegen die Gruppe. (APA/AFP)


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