US-Börsen

New York (APA) - Schwache Arbeitsmarktdaten und skeptische Aussagen von Notenbank-Chefin Janet Yellen haben am Mittwoch die Stimmung an der ...

New York (APA) - Schwache Arbeitsmarktdaten und skeptische Aussagen von Notenbank-Chefin Janet Yellen haben am Mittwoch die Stimmung an der Wall Street gedrückt. Die US-Börsen schlossen einheitlich tiefer. Der Dow Jones Industrial Index verlor 86,22 Punkte oder 0,48 Prozent auf 17.841,98 Einheiten.

Der marktbreite S&P-500 Index fiel um 9,31 Punkte oder 0,45 Prozent auf 2.080,15 Zähler. Der technologielastige Nasdaq Composite Index gab um 19,68 Einheiten oder 0,40 Prozent auf 4.919,64 Zähler nach.

Zwei Tage vor der Veröffentlichung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für April hat der private Dienstleister ADP seine Zahlen vorgelegt. Diesen zufolge sind in den USA im vergangenen Monat 169.000 neue Jobs entstanden. Analysten hatten mit einem deutlich höheren Wert von 200.000 Stellen gerechnet. Gleichzeitig wurde der Wert für März nach unten korrigiert. Nicht 189.000 neue Jobs, sondern nur 175.000 Stellen sind entstanden.

Außerdem belasteten Aussagen von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Sie warnte bei einer Konferenz in Washington vor einer Überhitzung an den US-Börsen. Die Aktienbewertungen seien „ziemlich hoch“ und würden „mögliche Gefahren“ für die finanzielle Stabilität bergen, sagte Yellen. Anzeichen für eine Blase gäbe es aber noch keine.

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Nachdem sich im Dow Jones zwischenzeitlich sämtliche Werte im roten Bereich befunden hatten, gingen schlussendlich acht Papiere mit leichten Kursgewinnen aus dem Handel. Tagessieger waren Procter & Gamble mit einem moderaten Plus von 0,41 Prozent.

Besonders schwach zeigten sich hingegen Aktien aus dem Technologie-Sektor: Microsoft schlossen mit einem Minus von 2,77 Prozent am Dow-Ende, für Intel verlief es mit einem Minus von 1,29 Prozent kaum besser und IBM büßten 1,01 Prozent ein.

Abseits des Dow sorgte eine angekündigte Fusion in der Pharmabranche für Bewegung: Der Arzneimittelhersteller Alexion Pharmaceuticals will Synageva BioPharma für 8,4 Mrd. Dollar kaufen. Die Aufsichtsgremien der Konzerne haben dem Deal bereits zugestimmt, die Kartellbehörden müssen dies noch tun. Die Aktien der beiden beteiligten Unternehmen reagierten äußerst unterschiedlich: Die Synageva-Papiere sprangen um über 112 Prozent nach oben, für Alexion-Aktien ging es hingegen acht Prozent abwärts.

Impulse kamen zudem von der weiter laufenden Berichtssaison: Der Medienkonzern News Corp vermeldete einen deutlichen Gewinnrückgang aufgrund des sinkenden Anzeigengeschäfts. Die Aktie ging mit Abschlägen von 6,34 Prozent bei 14,91 Dollar aus dem Handel.

Weiter in den roten Zahlen bleibt Groupon - allerdings konnte das Rabattcoupon-Unternehmen im abgelaufenen Vierteljahr seinen Verlust etwas eindämmen. Groupon kämpft seit Jahren mit Verlusten. Die Papiere verbilligten sich deutlich und schlossen um 7,60 Prozent schwächer bei 6,32 Dollar.

Besser lief es für den Spieleentwickler Spieleentwickler Electronic Arts (EA) - er legte im ersten Quartal sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz zu. Mit einem Umsatzanstieg von 26 Prozent und einem Gewinn von 857 Mio. Dollar (Vorjahr: 8 Mio.) übertraf EA die Analystenschätzungen deutlich. Die EA-Aktie ging mit einem Plus von 2,99 Prozent bei 60,93 Dollar aus dem Handel.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA645 2015-05-06/22:30


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