Europas Leitbörsen zur Eröffnung tiefer erwartet

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen werden am Donnerstag zur Eröffnung mit schwächerer Tendenz erwartet. Für den E...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die europäischen Leitbörsen werden am Donnerstag zur Eröffnung mit schwächerer Tendenz erwartet. Für den Euro-Stoxx-50 als Leitindex der Eurozone zeichneten sich Verluste von 0,48 Prozent ab. Ein Ende des Schlingerkurses im DAX ist noch nicht abzusehen. Am Donnerstag dürfte der deutsche Leitindex mit leichten Verlusten ins Rennen gehen, nachdem er an den vergangenen Tagen in großen Schwüngen um die Marke von 11.500 Punkte gependelt war. Der X-Dax als Indikator für den DAX signalisierte am Morgen einen um 0,18 Prozent niedrigeren Start bei 11.330 Punkten.

Die belastende Erholung des Euro und die Quartalsberichte der Unternehmen bleiben aktuell die wichtigsten Einflussfaktoren. Alleine sieben DAX-Unternehmen legen erstmals ihre Ergebnisse offen, zwei weitere hatten bereits Eckdaten veröffentlicht. Nicht nur politisch interessierte Anleger werfen zudem einen Blick auf die Unterhauswahl in Großbritannien, die knapp ausfallen dürfte. Immerhin hatte Amtsinhaber David Cameron für den Fall einer Wiederwahl ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union angekündigt. Impulse von den Weltbörsen gibt es kaum.

Besonders gefragt waren vorbörslich Lanxess-Aktien mit einem Aufschlag von über 3 Prozent. Beim Spezialchemiekonzern zeigt die Neuausrichtung Wirkung. Der operative Gewinn wuchs überraschend deutlich und Konzernchef Matthias Zachert konnte die Prognose für das laufende Jahr aufstocken. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen soll nun auf 820 bis 860 Millionen Euro klettern. Bisher hatte das Unternehmen ihn in etwa auf dem Vorjahresniveau von 808 Millionen Euro gesehen.

Auch HeidelCement-Aktien zeigten sich stark. Eine weiterhin gute Nachfrage in den USA und Großbritannien haben beim Baustoffkonzern die Geschäfte im Auftaktquartal angekurbelt. Zudem sorgten ein schwächerer Euro und niedrigere Energiepreise für Rückenwind. Das Ebitda legte in den ersten drei Monaten um 46 Prozent zu. Damit schnitt HeidelbergCement besser ab als Experten erwartet hatten. Der Umsatz kletterte um 12 Prozent.

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Im Minus lagen Allianz-Aktien, die tags zuvor den Dax nach eigenen Geschäftszahlen noch angeführt hatten. Der Versicherer schüttet 6,85 Euro je Anteilsschein aus. Zudem strichen die Experten von S&P Capital ihre Kaufempfehlung. Neue Kapitalanforderungen und das Niedrigzinsumfeld sorgten jedoch für Gegenwind, hieß es.

Im MDax rutschten Metro-Papiere um fast 5 Prozent ab. Großaktionär Haniel hat seine Abhängigkeit von dem Düsseldorfer Handelsriesen weiter verringert. Die Beteiligung wurde um 16,25 Millionen Aktien auf rund 25 Prozent gesenkt. Die Aktie näherte sich nun dem Platzierungspreis von 30,37 Euro, den institutionelle Anleger im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens bezahlt hatten.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA066 2015-05-07/08:43


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