Neue Leader-Periode: Sechs Millionen Euro für Osttirol

Mit Geld von EU, Bund und Land sollen Mobilität, Bildung und Tourismus im Bezirk Lienz gefördert werden. Die schriftliche Zusage wird für Ende Mai erwartet.

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© APA/dpa/Friso Gentsch

Von Catharina Oblasser

Lienz –Hohe Arbeitslosigkeit, schwache Kaufkraft und starke Abwanderung sind nur einige der Probleme, mit denen der Bezirk Lienz zu kämpfen hat. Um gegenzusteuern, gibt es Förderungen von EU, Bund und Land aus dem so genannten Leader-Topf. Und da hat Osttirol beste Chancen, auch in den kommenden sechs Jahren wieder Millionen abholen zu können. Denn heuer beginnt die neue Förderperiode, die bis 2020 läuft.

Das war Thema in der Generalversammlung des Regionsmanagements Osttirol (RMO), das die Fördergelder verwaltet. Obmann Erwin Schiffmann: „Unsere Bewerbung als Leader-Region ist sehr aussichtsreich, das hat schon die Vorbegutachtung ergeben.“ Ende Mai soll aus Wien die definitive Zusage kommen, meint Schiffmann. Auch die Höhe der Förderung, die in Aussicht steht, kann sich sehen lassen: „Wir rechnen mit sechs Millionen Euro. Das ist doppelt so viel wie die anderen österreichischen Leader-Regionen im Durchschnitt bekommen.“

Mit Beginn der neuen Förderperiode bekommt der Bezirk auch mehr Entscheidungsfreiheit. „Bisher mussten wir vor einer Förderzusage erst beim Land nachfragen. Ab heuer dürfen wir selbst das Okay zu einem Projekt geben, wenn es ausfinanziert ist“, erklärt der RMO-Obmann.

Aussicht auf Geld aus dem Leader-Topf haben Projekte, die mit Bildung, Energie, Kultur oder Mobilität zu tun haben. Als Beispiel nennt Schiffmann das E-Car-Sharing, das in Lienz angeboten wird. „Das wäre auch auf andere Gemeinden übertragbar.“ Touristische Projekte liegen dem RMO ebenfalls am Herzen, auch sie können gefördert werden. Konkrete Anträge werden noch nicht bearbeitet. „Wir warten erst die schriftliche Zusage des Ministeriums ab“, sagt der Obmann.

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