Beschläge-Hersteller Maco will auch bis zu 100 Leiharbeiter abbauen

Salzburg (APA) - Nachdem der Salzburger Beschläge-Hersteller Maco Ende April angekündigt hat, bis zu 170 seiner 1.670 Beschäftigten in den h...

Salzburg (APA) - Nachdem der Salzburger Beschläge-Hersteller Maco Ende April angekündigt hat, bis zu 170 seiner 1.670 Beschäftigten in den heimischen Werken Salzburg (Zentrale), Mauterndorf (Bezirk Lungau) und Trieben (Steiermark) abzubauen, ist nun bekannt geworden, dass sich Maco an den drei Standorten auch von bis zu 100 Leiharbeitern trennen will. Die Mitarbeiter wurden gestern, Mittwoch, darüber informiert.

Bei den gestrigen Betriebsversammlungen an den drei österreichischen Standorten wurden die Beschäftigten von der Geschäftsführung und von Betriebsräten über die Restrukturierung des Familienbetriebes in Kenntnis gesetzt. Angedacht werden offenbar auch Lohneinbußen. Die aktuelle Lohn- und Gehaltsstruktur werde überprüft, um auf ein marktgerechtes und wettbewerbsfähiges Gehaltssystem zu kommen, teilte das Unternehmen mit.

Darüber hinaus werden flexiblere Arbeitszeitmodelle, neue Schichtmodelle, der Abbau von Urlauben und Überstunden sowie ein Überstundenstopp diskutiert, hieß es. Alle geplanten Maßnahmen hätten das Ziel, rund 1.500 Arbeitsplätze in Salzburg, Mauterndorf und Trieben abzusichern und auch in Zukunft in Österreich zu produzieren, erklärte Geschäftsführer Herbert Roland Steiner. Die genauen Rahmenbedingungen sollen, wie auch der Sozialplan, bis Ende Mai vorliegen.

Die seit 2008 andauernde Wirtschaftskrise hat laut Geschäftsführung vor allem in den Märkten Russland, Ukraine, Italien und Frankreich zu Einbrüchen der Auftragslage geführt, ein Grund für die Restrukturierungsmaßnahmen seien auch Billig-Produkte aus Fernost und der Türkei. Maco will in Zukunft verstärkt in die neuen Märkte in China, Südamerika und Nordafrika investieren.


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