Prozess gegen Goldene Morgenröte auf den 12. Mai vertagt

Athen (APA/dpa) - Der Prozess gegen Spitzenpolitiker der rechtsextremistischen griechischen Partei Goldene Morgenröte ist zum zweiten Mal bi...

Athen (APA/dpa) - Der Prozess gegen Spitzenpolitiker der rechtsextremistischen griechischen Partei Goldene Morgenröte ist zum zweiten Mal binnen weniger Tage vertagt worden. Das Verfahren soll nun am 12. Mai fortgesetzt werden, wie das staatliche Fernsehen (NERIT) am Donnerstag aus dem Gerichtssaal berichtete.

Zu den insgesamt 68 Angeklagten gehören Parteichef Nikolaos Michaloliakos sowie mehrere ehemalige und heutige Abgeordnete und Funktionäre der rassistischen Partei. Die Hauptanklage lautet auf Bildung einer kriminellen Vereinigung. Zahlreichen Angeklagten werden außerdem Körperverletzung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Das Gericht lehnte Anträge der Rechtsanwälte und anderer Prozessteilnehmer ab, die Verhandlung in einen größeren Saal zu verlegen, da der aktuell genutzte Raum zu klein sei. Nach Ansicht des Gerichtsvorsitzenden soll darüber das Justizministerium entscheiden.

Der Prozess war am 20. April kurz nach dem Beginn vertagt worden. Ursprünglich waren 70 Menschen angeklagt worden. Einer davon starb vor Beginn des Prozesses. Ein minderjähriges mutmaßliches Parteimitglied soll in einem getrennten Verfahren vor Gericht gestellt werden. Der Prozess könnte mehrere Monate dauern.

TT-ePaper gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

TT ePaper

Kommentieren