Flüchtlinge - NEOS: Lage in Lampedusa ist „Schande für Europa“

Lampedusa (APA) - Die NEOS-Europaabgeordnete Angelika Mlinar hat die Situation auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa als „Schande ...

Lampedusa (APA) - Die NEOS-Europaabgeordnete Angelika Mlinar hat die Situation auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa als „Schande für Europa“ bezeichnet. Mlinar, die sich in den vergangenen Tagen ein Bild der Lage der Flüchtlinge an Ort und Stelle gemacht hat, sprach in einer Aussendung am Donnerstag von einer „dramatischen Lage“ und „unvorstellbarem Leid“ der geflüchteten Menschen.

„Diese Katastrophe verantworten die einzelnen Staaten, die sich am Schreibtisch nicht auf gemeinsame Maßnahmen einigen können“, so die NEOS-Politikerin. Mlinar forderte einmal mehr eine gemeinsame europäische Asylpolitik, die eine legale Zuwanderung ermöglichen würde. Nötig sei außerdem eine Wiederaufnahme der Rettungsmission „Mare Nostrum“ im Mittelmeer: „Wenn es gilt Menschenleben zu retten, führt kein Weg an einem Mare Nostrum II vorbei. Als Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union haben wir die Pflicht, Menschen, die vor Leid und Krieg flüchten, aufzunehmen und ihnen Schutz zu bieten.“ Europa dürfe die Last nicht allein Italien und Malta aufbürden und schon gar nicht einer kleinen Insel wie Lampedusa überlassen, so Mlinar.

Kritik übte die EU-Abgeordnete an den jüngsten Beschlüssen des EU-Sondergipfels zur Flüchtlingskrise: „Eine Lösung kann nicht sein, Flüchtlinge in deren Heimatländer abzuschieben und möglichst hohe Zäune rund um uns zu errichten. Die einzige zielführende Antwort dafür ist das Zugeständnis zu einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik und die Schaffung einer europäischen Asylbehörde.“ Die Regierungen der Mitgliedsstaaten müssten entweder die Verantwortung übernehmen oder sie „auf die bessere, übergeordnete, die europäische Ebene“ übertragen, fordert Mlinar.


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