Menschenrechtler sehen Verdacht auf Houthi-Kriegsverbrechen im Jemen

Sanaa (APA/dpa) - Schiitische Houthi-Rebellen haben im Jemen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zwei Frauen ersc...

Sanaa (APA/dpa) - Schiitische Houthi-Rebellen haben im Jemen nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch zwei Frauen erschossen und damit möglicherweise Kriegsverbrechen begangen. Die Opfer seien Mitte April in der umkämpften südjemenitischen Stadt Aden getötet worden, erklärten die Menschenrechtler am Donnerstag.

Eine 20-Jährige wurde demnach von einem Schuss verletzt, als sie vor Gefechten fliehen wollte. Eine 42-Jährige sei in ihrem Schlafzimmer von einer Kugel getroffen worden. Beide Frauen starben laut Human Rights Watch später auf der Suche nach medizinischer Hilfe. Die Menschenrechtsorganisation wirft den Rebellen zudem vor, sie hätten zehn Helfer festgehalten, die Sanitätsmaterial in eine Klinik bringen wollten. Die Männer seien erst nach ein bis zwei Wochen wieder freigekommen. In zwei Fällen hätten die Familien Lösegeld gezahlt.

Im Jemen tobt seit Monaten ein Bürgerkrieg. Die Houthi-Rebellen haben große Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Seit Ende März bombardieren Saudi-Arabien und seine arabischen Verbündeten die Houthis aus der Luft. Sie unterstützen den jemenitischen Präsident Abed Rabbo Mansour Hadi, der vor den Rebellen nach Riad geflohen ist.

(Grafik 0413-15, Format 88x122 mm)

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