Tiroler Landesmuseum zeigt das Alltagsleben im Ersten Weltkrieg

Innsbruck (APA) - Mit der Ausstellung „Front - Heimat“ widmet sich das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum vom 8. Mai bis zum 1. November dem ...

Innsbruck (APA) - Mit der Ausstellung „Front - Heimat“ widmet sich das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum vom 8. Mai bis zum 1. November dem Alltagsleben während des Ersten Weltkriegs. Fotos, Briefe, Plakate, Ausrüstungsgegenstände und Bilder sollen sowohl das Leben der Soldaten als auch das der Zivilbevölkerung zeigen, hieß es bei einer Presseführung am Donnerstag in Innsbruck.

Mit dem Kriegseintritt Italiens am 23. Mai 1915 wurde auch Tirol Schauplatz des Ersten Weltkriegs. „In dieser kulturgeschichtlichen Ausstellung möchten wir aufzeigen, welche Aspekte des Ersten Weltkriegs speziell für Tirol prägend sind“, sagte Wolfgang Meighörner, Direktor der Tiroler Landesmuseen. Die Schau beschäftige sich weniger mit dem klassischen Kriegsgeschehen, sondern mehr mit den Konsequenzen und den Auswirkungen auf Tirol und die Tiroler, fügte Meighörner hinzu.

Zusätzlich zu den Objekten aus den Sammlungen der Tiroler Landesmuseen und Leihgaben, zeige die Ausstellung auch viele private Exponate, die von der Bevölkerung zur Verfügung gestellt wurden, hob die Kuratorin Claudia Sporer-Heis hervor. „In einer Sammelaktion haben wir Alltagsgegenstände, Spielzeug, Fotos, Dokumente und Briefe, die mit einem persönlichen Schicksal aus der Zeit des Ersten Weltkriegs verbunden sind, zusammengetragen“, sagte die Kuratorin.

Neben dem Alltagsleben an der Front und im Hinterland widmet sich die Schau auch dem Medienhype, der mit dem Ultimatum Österreich-Ungarns ausbrach. „Am 26. Juli 1914 fand wohl das erste ‚Public Viewing‘ der Geschichte Tirols statt. Die Innsbrucker Nachrichten berichteten mithilfe einer Projektion auf das Haus der Redaktion in der Erlerstraße laufend über aktuelle Ereignisse“, erklärte Sporer-Heis.

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„Ein besonders kurioses Exponat ist ein Kompott aus Zieräpfeln aus dem Ersten Weltkrieg, dass uns von einem Tiroler Ehepaar zur Verfügung gestellt wurde. Es zeigt, wie knapp damals Rohstoffe und Lebensmittel waren, sogar Zieräpfel wurden gegessen und haltbar gemacht“, sagte die Kuratorin. Einem Kriegskochbuch sei auch zu entnehmen, wie vielseitig Kartoffelschalen eingesetzt werden können.

(S E R V I C E - Ausstellung Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum: „Front - Heimat“, von 8. Mai bis 1. November 2015, Dienstag bis Sonntag 9.00 bis 17.00 Uhr, http://www.tiroler-landesmuseen.at)


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