Innovationsanzeiger: EU-Stillstand - Österreich hinter Spitzengruppe

Brüssel (APA) - Der neueste Innovationsanzeiger der EU-Kommission zeigt für 2015 im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles Bild. In der Spitzeng...

Brüssel (APA) - Der neueste Innovationsanzeiger der EU-Kommission zeigt für 2015 im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles Bild. In der Spitzengruppe der „Innovationsführer“ befinden sich Deutschland, Dänemark, Finnland und Schweden. Österreich rangiert in der zweiten Gruppe gemeinsam mit sieben weiteren EU-Staaten, die über dem Durchschnitt der Europäischen Union liegen.

Neben Österreich gehören Belgien, Frankreich, Irland, Luxemburg, Niederlande, Großbritannien und Slowenien zu dieser als „starke Innovatoren“ bezeichneten Ländergruppe. Unter dem EU-Durchschnitt liegen Estland, Griechenland, Italien, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und Zypern. Sie werden als „gemäßigte Innovatoren“ bezeichnet. Weit unter dem Durchschnitt rangieren Bulgarien, Lettland und Rumänien - die „bescheidenen Innovatoren“.

Beim Innovationswachstum von 2014 auf 2015 liegt Malta vor Lettland und Bulgarien voran. Hier liegt Österreich nur auf Rang 21 - gegenüber dem Vorjahr ist in der Alpenrepublik sogar ein leicht negatives Wachstum verzeichnet worden. Schlusslichter sind Rumänien, Zypern und Estland.

Der EU-Kommissar für Forschung und Innovation, Carlos Moedas, sprach von einem „Stillstand“ in der Entwicklung gegenüber 2014. Vor allem bei Privatinvestitionen sei eine rückläufige Tendenz feststellbar. „Wir brauchen mehr Investitionen, um die Innovationsleistung der EU zu steigern. Gleichzeitig sollten bessere Bedingungen und ein Binnenmarkt für innovative Produkte und Dienstleistungen in Europa geschaffen werden“. Auf EU-Ebene werde daran gearbeitet, die Staaten bei der Umsetzung der Reformen zur Erhöhung der Wirkung ihrer öffentlichen Investitionen zu unterstützen.

Der jährliche Leistungsanzeiger der Innovationsunion enthält eine vergleichende Bewertung der Forschungs- und Innovationsleistung der EU-Staaten. Damit sollen Stärken und Schwächen in den einzelnen Länder beurteilt werden, um Anreize zu geben, in welchen Bereichen verstärkte Tätigkeiten notwendig sind.


Kommentieren