Hall blickt nun gebannt nach Mils

Nachdem der Haller Gemeinderat für die „Spange Ost“ gestimmt hat, hängt alles von der geplanten Volksbefragung in Mils ab.

Hall, Mils –Am Mittwochabend traf die VP-Mehrheit im Haller Gemeinderat erwartungsgemäß den Grundsatzbeschluss zur Umsetzung des „Mobilitätskonzepts Hall-Mils“ – nach einer höchst emotionalen Debatte und gegen die Stimmen aller vier oppositionellen Fraktionen.

Nun sind alle Augen auf Mils gerichtet: Denn dort soll, wie berichtet, die Bevölkerung zum umstrittenen Verkehrsprojekt – mit der „Spange Hall-Ost“ als Kernelement – befragt werden. Der Milser Bürgermeister Peter Hanser zeigte sich zwar „überrascht“ über das knappe Ergebnis in Hall – schließlich diene das Projekt ja der Entlastung der Stadt –, für Mils habe sich aber grundsätzlich „nichts geändert“. In der Gemeinderatssitzung am 19. Mai werde man nun die Details der Volksbefragung beraten, vor allem den Termin und den genauen Wortlaut der Ja-Nein-Frage. Hanser will dazu „mit allen Fraktionen Gespräche führen“. Auf Spekulationen, wie es weitergeht, wenn die Milser Bevölkerung gegen die „Spange“ stimmen sollte, will sich Hanser „nicht einlassen“.

Eine Volksbefragung zur „Spange“ fordern die Grünen auch in Hall. Einem entsprechenden Antrag, den sie gemeinsam mit „Für Hall“ im Gemeinderat einbrachten, erkannte die VP-Mehrheit aber keine Dringlichkeit zu. Nun wollen die Grünen die Unterschriften von mindestens einem Sechstel der Haller Wahlberechtigten einholen und auf diesem Wege doch noch eine Volksbefragung erreichen.

In der hitzigen Debatte waren noch einmal die zentralen Argumente ausgetauscht worden. BM Eva Maria Posch nannte das „Mobilitätskonzept“ ein „zukunftsweisendes Modell“, um Hall vom Durchzugsverkehr Richtung Autobahn zu entlasten. Die Grünen bezweifelten hingegen die von den Verkehrsplanern vorgelegten Zahlen zur Entlastung und forderten ein „Gesamtkonzept für die Region von Wattens bis Rum“. Die SPÖ kritisierte, dass für Radweg- und Öffiausbau nur „Absichtserklärungen“ vorlägen. „Für Hall“ und FPÖ traten für einen dritten Autobahn-Vollanschluss beim Milser Gewerbegebiet ein – also deutlich weiter östlich als derzeit geplant. (md)

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