Gabalier als Held der Berge

Andreas Gabalier hat gestern sein fünftes Album mit dem Titel „Mountain Man“ in Kitzbühel präsentiert. Stellung genommen hat der Steirer auch zur jüngsten Kritik.

© Verena Hofer

Von Verena Hofer

Kitzbühel –„In die Berg bin i gern“, das dachte sich gestern auch Andreas Gabalier anlässlich der Präsentation seines neuen Albums. Station machte der selbsternannte Volks Rockn ’n’ Roller dabei hoch über Kitzbühel bei der singenden Wirtin Rosi Schipflinger. Standesgemäß auch der Titel des fünften Albums „Mountain Man“, wo ein fiktiver Comic-Held in Gestalt von Ga­balier eine Frau im Dirndl rettet. Gestern Abend gab er rund 70 Journalisten einen Einblick in sein neues musikalisches Werk, das ab 15. Mai in den Handel kommt.

Die Erwartungen nach vier erfolgreichen Alben sind groß. Eine musikalische Weiterentwicklung versprach Gabalier: „Es ist das kraftvollste und beschwingteste Album entstanden. Das flotte Album muss auch mit Augenzwinkern gesehen werden.“ In den Songtexten hat der 30-Jährige wiederum viele persönliche Erinnerungen verarbeitet. Eine Idee lieferte ihm eine Kindheitserinnerung, nämlich das alte Bauernhaus seiner Großeltern. Begonnen hat die Arbeit am fünften Album Mitte Dezember, fertig gestellt wurde es nach rund fünf Monaten am Donnerstag vor einer Woche. Somit blieb kaum Zeit zum Proben, da es sogleich auf eine mehrtägige Fankreuzfahrt ging. Beim Soundcheck gestern wurde das erste Mal mit der Band gespielt. „A bissl hapert’s noch am Text“, sagte Gabalier.

Fehlen durfte auch nicht ein Rückblick auf das Jahr 2014. „Es war nicht nur musikalisch sehr erfolgreich, sondern auch politisch amüsant“, schmunzelte Gabalier. Die Aufregung um den Text der Bundeshymne, wo der Sänger die Töchter ausließ, aber auch der Ausspruch, dass die Hausfrauen länger daheimbleiben sollen, brachten ihm einiges an Kritik ein. Zuletzt polarisierte der Steirer beim heimischen Musikpreis mit dem Sager, dass man es mittlerweile schwer hat, wenn man als Manderl auf Weiberl steht. „Mir ist lieber a bissl a Botschaft mit Ecken und Kanten, anstatt keine Meinung zu haben“, sagte Gabalier rückblickend und stimmte sogleich sein Lied „A Meinung haben“ an. Kritik an der Politik inklusive. Zum Vorschein kommt aber auch die sanfte Seite mit Liebesliedern.

In der Gamsstadt ist der Musiker heute noch anzutreffen – es wird ein Video gedreht. Am Samstag, 22. August, gibt es erneut ein Wiedersehen beim Kitzbüheler Schlagerfestival. Im Herbst geht der Musiker mit seiner Band auf Tour durch Deutschland und Österreich, einen Stopp legt der Steirer am 21.November in der Innsbrucker Olympiahalle ein.

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