Imster Idee peppt Steuerpaket auf

Bei Elektro-Dienstautos gibt es ab 2016 keinen Sachbezug mehr. Das bringt mindestens 4380 Euro.

© Paschinger

Imst –Der Imster Steuerberater Martin Frötscher darf sich freuen: Auf seine Anregung hin hat das Finanzministerium die steuerliche Begünstigung von Nullemissionsfahrzeugen in die Steuerreform aufgenommen. Konkret geht es darum, dass privat genutzte Dienstfahrzeuge mit Elektromotor steuerfrei werden und damit kein Sachbezug zur Anwendung kommt. 50Millionen Euro sollten in die Taschen von Arbeitnehmern und Dienstgebern ab 1. Jänner 2016 fließen.

Frötscher hatte Anfang Dezember seinen Vorschlag ins Finanzministerium geschickt, nach einem Brief- und E-Mail-Wechsel schien die Maßnahme in der Aussendung von Bundesminister Hans Jörg Schelling vom 17. März schließlich auf. Und zwar mit der Begründung: „Um eine Anreizwirkung hin zu alternativen Antrieben zu schaffen und als Beitrag zum nationalen Treibhausziel im Rahmen der EU-2020-Strategie.“

Der Imster rechnet vor: „Die Lohnsteuer für den Sachbezug fällt damit weg. Für den Arbeitnehmer mit einem Elektroauto als Dienstwagen gibt das jährlich mindestens 4380 Euro zusätzlich.“ Der Arbeitgeber brauche für diesen Sachbezug auch keine Lohnnebenkosten berappen. Für einen Arbeitnehmer mit einem Bruttobezug von 3000 Euro monatlich bedeutet die allgemeine Lohnsteuertarifsenkung übrigens „nur“ einen Gewinn von 1377 Euro im Jahr. Für den Steuerberater, selbst Fahrer eines Elektroautos (er kämpft gemeinsam mit RA Christian Schöffthaler gegen den IG-L-100er für E-Autos), ist das ein Erfolg.

Als Steuerreform lässt er das Gesamtpaket allerdings nicht durchgehen: „Eine Steuerreform müsste durch eine Verwaltungsreform gegenfinanziert werden“, unterstreicht er. Außer der Tarifsenkung bei der Lohnsteuer und seiner angeregten Ökologisierung beim Dienstauto-Sachbezug könne er nur ein Umschichten von Steuern erkennen. „Das ist für mich in dieser Form nur ein Steuerpaket“, wertet Frötscher. (pascal)

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