Volksbank Osttirol: Rätsel um Gutachten

Wien – Die Eigenständigkeitsdebatte um die fusionsunwillige Volksbank Osttirol-Westkärnten ist wieder um eine Facette reicher. Der Osttirole...

Treten die drei abtrünnigen Volksbanken tatsächlich, wie geplant, aus dem Sektor aus, droht ihnen von Seiten der Finanzmarktaufsicht ein Konzessions-Entzug.
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Wien –Die Eigenständigkeitsdebatte um die fusionsunwillige Volksbank Osttirol-Westkärnten ist wieder um eine Facette reicher. Der Osttiroler Volksbank-Chef Hansjörg Mattersberger hatte jüngst auf eine rechtliche Prüfung durch die Wirtschaftskammer Österreich verwiesen, aus der hervorgehe, dass die Volksbank Osttirol auch als eigenständige Privatbank weiterhin im Volksbanken-Haftungsverbund bleiben könne. Franz Rudorfer, Geschäftsführer der Bundessparte Bank und Versicherung in der Wirtschaftskammer Österreich, ist eine solche rechtliche Prüfung aber nicht bekannt, wie er gestern auf TT-Anfrage mitteilte. Mattersberger habe diesbezüglich „eher einen Wunsch hineinprojiziert“, meint Rudorfer. „Wir haben miteinander zu dieser Frage geredet. Wir haben aber keinerlei Gutachten, ich habe dazu überhaupt keine schriftliche Unterlage. Und zur Frage der Einlagensicherung ganz sicher nicht“, sagt Rudorfer. Volksbank-Osttirol-Chef Mattersberger habe zum Thema Eigenständigkeit „höchstens eine Indikation von einem Mitarbeiter bekommen, aber nicht zum Thema Einlagensicherung“, meint Rudorfer.

Der Abspaltungswunsch der Volksbank Osttirol aus dem Volksbanken-Sektor sei „eine hochpolitische Frage“, in der Finanzministerium und Finanzmarktaufsicht die Entscheidungsträger seien. „Dort wird eine Lösung gefunden werden“, meint Rudorfer. (mas)


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