Hypo-U-Ausschuss- FPÖ will Infos von Schelling zu Consultants-Verkauf

Wien/Klagenfurt (APA) - Die FPÖ hat am Donnerstag eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Hans Jörg Schelling geschickt, um Informat...

Wien/Klagenfurt (APA) - Die FPÖ hat am Donnerstag eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Hans Jörg Schelling geschickt, um Informationen rund um den Verkauf der Hypo Consultants Gruppe im Jahr 2007 zu erhalten. Gestern hatte FPÖ-Vertreter Elmar Podgorschek im Hypo-U-Ausschuss auf möglicherweise überhöhte Beratungszahlungen an ASP Consulting und die Kanzlei Lansky im Rahmen des Consultants-Verkauf hingewiesen.

War das Honorar von 4,8 Mio. Euro für Beratungsleistungen an die ASP Consulting und 477.000 Euro an die Rechtsanwaltskanzlei Lansky, Ganzger & Partner „angemessen und marktüblich“, wollen die FPÖ-Vertreter von Schelling als nunmehrigen Eigentümer der Hypo-Abbaugesellschaft Heta wissen. „Gibt es Hinweise darauf, dass der Hypo durch den Verkauf der Consultants wirtschaftlicher Schaden erwachsen ist?“, lautet eine weitere von 19 Fragen der FPÖ an den Finanzminister.

ASP Consulting und die Kanzlei Lansky waren vorerst für die APA nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

In der Consultants-Gruppe der Hypo waren viele Projektgesellschaften, vor allem Immobilienprojekte in Südosteuropa, gebündelt. Die Hypo hat mit dem Verkauf im Jahr 2007 insgesamt 57,3 Mio. Euro erlöst, aber das Kreditvolumen an die Gesellschaft im Ausmaß von über 300 Mio. Euro nicht reduziert. Laut Medienberichten aus dem Jahr 2011 soll der Hypo durch den Consultants-Verkauf ein Schaden von 146 Mio. Euro entstanden sein.


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