Präsidentschaftswahlen in Polen: Ende des Paktes der Systemgegner?

Warschau (APA) - Die weitere Zusammenarbeit des „Schwarzen Peter“ Pawel Kukiz mit dem Chef der extrem liberalen Partei KORWIN, Janusz Korwin...

Warschau (APA) - Die weitere Zusammenarbeit des „Schwarzen Peter“ Pawel Kukiz mit dem Chef der extrem liberalen Partei KORWIN, Janusz Korwin-Mikke, ist gefährdet. Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in Polen am Sonntag hat der populäre Rockmusiker Kukiz die bisherigen Vereinbarungen, die die beiden Politiker miteinander getroffen hatten, für ungültig erklärt.

Kukiz reagierte damit auf öffentliche Kritik an ihm vonseiten Korwin-Mikkes. Jener hatte am Dienstag bei der TV-Debatte der Präsidentenkandidaten die Forderung des populären Rockmusikers nach Ein-Mandat-Wahlkreisen bei den Parlamentswahlen kritisiert. Im Gespräch mit Radio RMF FM vom Mittwoch erklärte Kukiz, dass beide Politiker am Anfang des Präsidentschaftswahlkampfs vereinbart hatten, einander nicht zu attackieren. Zudem hatten sie sich darauf verständigt, dass derjenige, der in Umfragen kurz vor der Wahl schlechter aussteigt, auf seine Kandidatur verzichtet und die eigenen Anhänger dazu auffordert, den anderen Anti-System-Kandidaten zu wählen.

Beobachter halten es für möglich, dass die Parteien des „Ku-Klux-Klans“ - wie polnische Medien die KORWIN und die Partei, die Kukiz nach der Präsidentschaftswahl gründen will, nennen - nach den Parlamentswahlen im Herbst eine Regierungskoalition mit der rechtskonservativen Partei „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) bilden könnten. Der Streit zwischen den Systemgegnern gefährdet nun aber die Pläne der Konservativen.

jobs.tt.com: Suchen und gefunden werden

Laden Sie Ihren Lebenslauf auf jobs.tt.com hoch und werden Sie von Top-Arbeitgebern aus Tirol gefunden.


Kommentieren