Tiroler Landtag ermöglicht Übungsflüge im Nationalpark

Mit einem Dringlichkeitsantrag aller Parteien votierte das Gremium am Donnerstag einstimmig für eine Änderung des Nationalparkgesetzes Hohe Tauern.

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Innsbruck – Der Tiroler Landtag hat am Donnerstag nach Protesten der Bergretter beschlossen, dass Übungen, auch mit Hubschraubern, im Nationalpark Hohe Tauern in Osttirol möglich sein werden. Mit einem Dringlichkeitsantrag aller Parteien votierte das Gremium einstimmig für eine Änderung des Nationalparkgesetzes Hohe Tauern.

Im Vorfeld hatten sowohl die Oppositionsparteien als auch die Regierungsparteien ÖVP und Grüne eigene Dringlichkeitsanträge angekündigt. Letztendlich einigte man sich aber doch noch auf einen gemeinsamen Antrag. Das Tiroler Nationalparkgesetz Hohe Tauern hatte zwar eine Ausnahme für Einsätze der Bergrettung vorgesehen, Außenlandungen und Außenabflüge im Rahmen von Einsatzübungen waren aber nicht zulässig.

Im Hinblick auf den voraussichtlich notwendigen Umfang der Übungen von sechs Tagen im Jahr erscheine die Möglichkeit einer erheblichen Beeinträchtigung des Schutzzweckes des Natura 2000-Gebietes als ausgeschlossen, hieß es in dem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag.

Im Bewirtschaftungsplan werde zudem unter anderem sichergestellt, dass Naturschutzinteressen geringstmöglich betroffen seien und eine Verträglichkeit mit den Erhaltungszielen des Nationalparks Hohe Tauern hergestellt werde. Unter diesen Voraussetzungen scheine es gewährleistet, dass für die Durchführung der Übungen keine Verträglichkeitsprüfung und somit keine Einzelbewilligung mehr notwendig sei. (APA)

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