70 Jahre Kriegsende - Deutscher Außenminister in Wolgograd

Wolgograd (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Donnerstag in Wolgograd eingetroffen, dem ehemaligen Staling...

Wolgograd (APA/dpa) - Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist am Donnerstag in Wolgograd eingetroffen, dem ehemaligen Stalingrad. Zusammen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow will er ans Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erinnern. Auf dem Programm steht auch ein gemeinsamer Besuch an den Gräbern deutscher und sowjetischer Soldaten.

Das Gefecht um Stalingrad gilt als eine der schlimmsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Im Februar 1943 hatte die deutsche Wehrmacht dort nach monatelangen Kämpfen vor den sowjetischen Truppen kapituliert. Es gab mehr als 700.000 Tote. 1961 wurde Stalingrad in Wolgograd umbenannt.

Mit Blick auf den Ukrainekonflikt mahnte Steinmeier, Verständigung über alte Feindbilder zu stellen und Gegensätze friedlich zu überwinden. „Wir wollen das in den Mittelpunkt stellen, was uns verbindet. Und nicht das, was uns trennt.“

Der Besuch ist Teil der Erinnerungsfeiern zum Kriegsende in Europa am 8. Mai 1945. Am Freitag gibt es dazu eine Gedenkstunde im Deutschen Bundestag. Bei der großen Militärparade am Samstag in Moskau ist kein Mitglied der deutschen Bundesregierung dabei. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will dann aber am Sonntag mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in Moskau am Grab des Unbekannten Soldaten einen Kranz niederlegen.


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