Slowakischer Premier verteidigt Moskau-Reise im Parlament

Bratislava/Moskau (APA) - Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine geplante Reise zu den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag de...

Bratislava/Moskau (APA) - Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine geplante Reise zu den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag des Weltkriegendes diesen Samstag in Moskau im Nationalrat der Slowakei am Donnerstag verteidigt.

Nicht hinzureisen wäre ein Fehler, der einen „Moral-Grundsatz“ und „Pfeiler der slowakischen Staatlichkeit“, den eindeutig ablehnenden Standpunkt zum Faschismus und Ehrung seiner Opfer, infrage stellen würde, erklärte der Sozialdemokrat während der parlamentarischen Fragestunde.

Das Thema der Kriegsende-Feierlichkeiten zu politisieren sei „unwürdig“, meinte Fico. Er habe nie den Beitrag westlicher Mächte zum Sieg über den Faschismus infrage gestellt, das größte Verdienst hatten aber zweifellos die Rote Armee und die Nationen der damaligen Sowjetunion. Er würde sich „verschämt fühlen“ wenn er dem Druck weichen würde, nur weil die Geschichte „erneut zweckmäßig missbraucht wird“.

Fico hatte seine Moskau-Reise Ende April offiziell bestätigt und wurde von mehreren slowakischen Medien heftig kritisiert. Der slowakische Staatspräsident Andrej Kiska hatte zuvor ähnlich wie zahlreiche westliche Politiker die Einladung wegen dem Ukraine-Konflikt abgesagt.

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