Frankfurter Börse

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Rückenwind aus den USA hat den DAX am Donnerstag in die Gewinnzone gehievt. Nach einem schwachen Start sor...

Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Rückenwind aus den USA hat den DAX am Donnerstag in die Gewinnzone gehievt. Nach einem schwachen Start sorgten zunächst gute Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt und dann eine freundliche Wall Street für Auftrieb. Ansonsten stand der deutsche Aktienmarkt ganz im Zeichen einer Flut von Unternehmenszahlen. Der Leitindex schloss 0,51 Prozent fester bei 11 407,97 Punkten. Damit knüpfte er an seine gestrige Stabilisierung an.

In den USA hatten in der vergangenen Woche weniger Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Dies stimmt hoffnungsvoll für den an diesem Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht für April.

Ein Einbruch am Anleihemarkt und der wieder erstarkte Euro hatten den DAX bis zum Mittag noch um über eineinhalb Prozent nach unten gedrückt. Verluste bei Anleihen bedeuten gleichzeitig steigende Renditen, was Anlegern eine mögliche Alternative zu Aktieninvestments bietet.

Ein stärkerer Euro wiederum bremst die Gewinnentwicklung exportorientierter Firmen, da deren Produkte im Ausland teurer werden, und verleitet zudem ausländische Anleger zu Gewinnmitnahmen. Die Anleihen konnten sich inzwischen aber wieder deutlich von ihrem tiefsten Stand seit Dezember absetzen und auch der Euro kam von seinem Hoch seit Februar zurück.

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Daneben standen Quartalsberichte der Unternehmen im Fokus: Die Siemens-Aktien sanken als einer der größten DAX-Verlierer um 1,54 Prozent. Der Elektrokonzern streicht bei seinem radikalen Konzernumbau und wegen Problemen mit schwächelnden Geschäftsfeldern weltweit noch mehr Stellen als bisher bekannt.

Besser erging es den Anlegern bei Beiersdorf und HeidelCement, die sich über Kursgewinne von 3,19 beziehungsweise 3,45 Prozent freuen konnten. Der Konsumgüterkonzern profitierte zum Jahresstart vom schwachen Euro und der Nachfrage nach Pflegeprodukten seiner Kernmarke Nivea, und der Baustoffkonzern bleibt nach einem gut gelaufenen Quartal euphorisch für 2015.

Am MDax-Ende rutschten die Metro-Papiere um 5,09 Prozent ab. Großaktionär Haniel hat seinen Anteil an dem Düsseldorfer Handelsriesen weiter verringert. Die Beteiligung wurde in einem ersten Schritt um 16,25 Millionen Aktien auf rund 25 Prozent gesenkt. Dagegen schafften die Fraport-Titel dank starker Resultate des Flughafenbetreibers ein Kursplus von 3,80 Prozent.

Die Sixt Leasing AG legte ein ordentliches Börsendebüt hin: Die Anteile am Leasing-Geschäft von Deutschlands größtem Autovermieter Sixt schlossen auf Xetra mit 20,405 Euro und damit gut 2 Prozent über ihrem Ausgabepreis von 20 Euro.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA564 2015-05-07/18:22


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