ÖBB-MAV-Cargo-Prozess in St. Pölten wird verschoben

Wien/St. Pölten (APA) - Der Untreueprozess in der Causa um den Kauf der ungarischen Güterbahn MAV Cargo durch die ÖBB-Tochter Rail Cargo wir...

Wien/St. Pölten (APA) - Der Untreueprozess in der Causa um den Kauf der ungarischen Güterbahn MAV Cargo durch die ÖBB-Tochter Rail Cargo wird verschoben. Ursprünglich hätte am 13. Mai das Hauptverfahren am Landesgericht St. Pölten beginnen sollen. Die Verhandlungsfähigkeit des Zweitangeklagten sei noch nicht geklärt, teilte die Vizepräsidentin des Landesgerichts, Andrea Humer, auf APA-Anfrage mit.

Erstangeklagter ist Ex-Rail-Cargo-Vorstand Gustav Poschalko, Zweitangeklagter ist ein ehemaliger leitender RCA-Verantwortlicher. Ob der Zweitangeklagte verhandlungsfähig ist, sei aufgrund eines vorliegenden Gutachtens noch nicht endgültig geklärt, erläuterte Humer Donnerstagabend.

In der Causa geht es um einen Betrag von - je nach Forint-Wechselkurs - umgerechnet 6,6 bis 6,9 Mio. Euro, den die ÖBB an die ungarische Beratungsagentur Geuronet bezahlt haben, um den Zuschlag für die ungarische Bahngütertochter MAV Cargo zu erhalten. Dem Honorar seien aber keine Leistungen gegenübergestanden, Leistungsnachweise fehlten, so der Vorhalt der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA). Die Ex-ÖBB-Manager haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Die ÖBB haben sich dem Strafprozess als Opfer angeschlossen.

~ WEB http://www.oebb.at/ ~ APA576 2015-05-07/18:36

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