Zentralrat der Juden für Schulbesuche in KZ-Gedenkstätten

Berlin (APA/dpa) - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland plädiert für verpflichtende Besuche von Schulklassen in KZ-Gedenks...

Berlin (APA/dpa) - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland plädiert für verpflichtende Besuche von Schulklassen in KZ-Gedenkstätten. Jugendliche könnten wahlweise auch authentische Erinnerungsorte aufsuchen, sagte Josef Schuster am Donnerstag bei einem Festakt zur Eröffnung des Holocaust-Mahnmals in Berlin vor zehn Jahren. Es sei erschreckend, wenn Schülern der Begriff Auschwitz nichts sage.

„Dann ist etwas mit der Schulbildung nicht so gelaufen, wie es hätte laufen sollen“, unterstrich er. Dem Mahnmal in der Nähe des Brandenburger Tors bescheinigte Schuster eine wichtige pädagogische Bedeutung: Millionen Menschen hätten sich deswegen mit der Geschichte auseinandergesetzt.

Nach Ansicht des deutschen Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erfüllt das Mahnmal „in bemerkenswerter Weise“ sein Anliegen. Es ehre die ermordeten Opfer und mahne, dass Menschenrechte nie wieder angetastet werden dürften. Die Idee dazu sei von einer privaten Initiative ausgegangen, an die „monströsen Verirrungen der deutschen Geschichte“ zu erinnern.

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas wurde am 10. Mai 2005 eröffnet. Zusammen mit der Gedenkausstellung „Ort der Information“ haben es seitdem Millionen Menschen besucht.


Kommentieren