Nach Brand auf Roms Flughafen auch am Freitag Beeinträchtigungen

Rom (APA/AFP) - Nach dem Brand auf dem internationalen Flughafen von Rom müssen Flugreisende auch am Freitag mit Flugausfällen und Verspätun...

Rom (APA/AFP) - Nach dem Brand auf dem internationalen Flughafen von Rom müssen Flugreisende auch am Freitag mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Die Flughafenverwaltung habe alle Fluggesellschaften aufgefordert, wegen des Brandes in Terminal 3 etwa die Hälfte ihrer für Freitag geplanten Flüge zu streichen, teilte die italienische Airline Alitalia mit.

Wie andere Fluggesellschaften auch wollte Alitalia die Auswirkungen der Flugstreichungen eindämmen, indem größere Flugzeuge als ursprünglich vorgesehen zum Einsatz kommen. Alitalia bot seinen Passagieren bis Sonntag an, ihre Flüge umzubuchen oder den Ticketpreis erstattet zu bekommen. Auch andere Airlines kamen ihren Kunden auf ähnliche Weise entgegen. Auch der einzige Flug der Austrian Airlines (hin und retour) musste am Donnerstag gestrichen werden.

Am Donnerstag war am Flughafen Fiumicino kurz nach Mitternacht im Geschäftsbereich von Terminal 3 ein Feuer ausgebrochen. Ursache war nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde womöglich ein Kurzschluss. Die Feuerwehr konnte den Brand den Angaben zufolge erst nach fünf Stunden löschen. Das Terminal, eines von insgesamt vier an dem Flughafen, war zum Zeitpunkt des Brandes weitgehend menschenleer, daher gab es kaum Verletzte. Lediglich drei Airport-Mitarbeiter erlitten Rauchvergiftungen.

Wegen der Dauer der Löscharbeiten und des Ausmaßes der Schäden entschieden die Behörden, den Flughafen vollständig zu sperren. Auch der Straßen- und Zugverkehr nahe des Flughafens war zwischenzeitlich beeinträchtigt. Erst am Donnerstag gegen 14.00 Uhr konnte der erste Flug wieder starten. Es gab aber stundenlange Verspätungen und lange Schlangen in den Abflughallen.

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Nach dem Brand wurde Kritik an der privaten Flughafengesellschaft ADR laut. „Man muss fragen, warum das Unternehmen, das den Flughafen betreibt, keine angemessenen Pläne vorbereitet hatte, um mit einem solchen Ereignis umzugehen“, sagte der Abgeordnete Michele Anzaldi. „Es gab keinen Plan B“, bemängelte der Mitte-links-Politiker.


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