ÖEHV-Team kämpft gegen seine fatale Bilanz

In neun Spielen kassierte Österreichs Eishockey-Team gegen Tschechien ebenso viele Pleiten. Heute (16.15) soll gegen die WM-Hausherren die Flucht in die Offensive gelingen.

43-jährig und immer noch torgefährlich: Tschechiens Superstar Jaromir Jagr.
© imago sportfotodienst

Prag, Innsbruck – Kein Tor zu erzielen, das gibt es im Eishockey höchst selten. Just im WM-Schlüsselspiel gegen Frankreich war es so weit, der Puck zappelte einfach nicht im Netz. Egal, von welchem österreichischen Crack er abgefeuert wurde. Das 0:2 vom Dienstagabend will Österreichs Eishockey-Nationalteam heute hinter sich lassen. Es gehört der Vergangenheit an – der Blick ist in die Zukunft gerichtet. Und die heißt heute Tschechien (16.15 Uhr/ live auf ORF Sport Plus).

Gegen die Gastgeber des Turniers soll das Tor nicht mehr wie vernagelt bleiben, Headcoach Daniel Ratushny setzt auf neue Angriffskräfte. Manuel Ganahl wird mit von der Partie sein, auch Daniel Woger, der gegen Frankreich keine Eiszeit erhalten hatte, soll im Sturm für frischen Wind sorgen. Wer pausieren wird, steht noch nicht fest, weil einige Spieler kleinere Wehwehchen haben.

Ratushny setzt auf Offensive, eine erneute Torflaute komme nicht infrage. „Im Training lag unser Fokus darauf, mehr Torchancen zu kreieren“, sprach der Kanadier. Aber die OEHV-Truppe geht als krasser Außenseiter ins Match, hat aber auch die Hoffnung auf eine ähnliche Sensation wie gegen die Schweiz nicht aufgegeben. „Lettland und Deutschland werden die wichtigsten Spiele sein, aber man weiß nie“, sagte Ratushny. „Im Eishockey hast du immer eine Chance. Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel zu gewinnen.“

Gegen die erwarteten 17.000 lautstarken tschechischen Fans in der Halle und den quickfidelen 43-jährigen Altstar Jaromir Jagr wird die Aufgabe kein Honiglecken. Den tschechischen Feiertag („Tag der Befreiung“ von der Diktatur der Nationalsozialisten) soll heute aus tschechischer Sicht freilich kein sportlicher Lapsus trüben.

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Für Österreich spricht – nüchtern betrachtet – wenig: Die Bilanz gegen Tschechien bzw. die Tschechoslowakei (CSSR) ist bescheiden wie sonst gegen kaum ein anderes Land. Gegen Tschechien (ab 1993) setzte es in neun Spielen neun Niederlagen, gegen die damalige CSSR gab es den letzten Sieg vor über 83 Jahren (3:1 im Jänner 1932). Wir wissen, was auf uns zukommt“, sagte KAC-Stürmer Thomas Hundertpfund. Mit einer guten Defensive und „wenn wir vorne unsere Chancen nützen“, sei ein Punkt drin. Kurzum: Das Runde muss ins Eckige. Hundertpfund: „Wir müssen den Weg zum Tor suchen.“ (ben, APA)


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