Salzburger Pfingstfestspiele: „Göttliches“ von 22. bis 25. Mai

Salzburg (APA) - Was haben Anna Netrebko, Cecilia Bartoli, Marianne Crebassa, Juan Diego Florez, Christopher Maltman und Andreas Scholl geme...

Salzburg (APA) - Was haben Anna Netrebko, Cecilia Bartoli, Marianne Crebassa, Juan Diego Florez, Christopher Maltman und Andreas Scholl gemeinsam? Sie alle werden zum Abschluss der Salzburger Pfingstfestspiele 2015 am 25. Mai in einem Festkonzert im Großen Festspielhaus gemeinsam „alle Götter rufen“. Bartoli präsentiert ihre vierten Pfingstfestspiele und hat dabei neuerlich aus dem Vollen geschöpft.

Die quirlige Italienerin hat ihr Programm für das Festival von 22. bis 25. Mai der griechischen Mythologie gewidmet und „so rufe ich alle Götter“ darüber geschrieben. An den Beginn dieser musikalischen Beschwörung hat Bartoli „Iphigenie en Tauride“ von Christoph Willibald Gluck gestellt (22. Mai). Diese Reformoper wird von ihren „Hausregisseuren“ Moshe Leiser und Patrice Caurier im Haus für Mozart in Szene gesetzt und von Diego Fasolis und I Barocchisti aus der Schweiz musikalisch gestaltet. Die Hauptrolle singen wird Bartoli selbst; neben ihr auf der Bühne stehen Christopher Maltman, Topi Lehtipuu, Michael Kraus und Rebeca Olvera.

Um denselben mythologischen Stoff geht es am Nachmittag des 23. Mai im Großen Saal des Mozarteums. Sven-Eric Bechtolf, Brigitte Hobmeier, Hans-Michael Rehberg und einige andere prominente Schauspieler werden aus „Iphigenie auf Tauris“ in der Version von Goethe vorlesen. Als zweite Oper haben die Pfingstfestspiele dann „Semele“ von Händel ausgesucht, am 23. Mai werden Bartoli, Birgit Remmert, Andreas Scholl oder Peter Kalman die Soloparts in dieser konzertanten Produktion im Haus für Mozart übernehmen.

Nach einer Matinee mit „mythologischen Arien“ von Monteverdi und Schubert sowie einem Konzert mit Händel-Arien von Countertenor Philippe Jaroussky holt Bartoli den Tanz ins Zentrum des Geschehens: Das Ballett von John Neumeier aus Hamburg wird „Ein Sommernachtstraum“ aus dem Jahr 1977 im Großen Festspielhaus zeigen. Das Mozarteumorchester Salzburg unter Simon Hewett spielt dabei Musik von Mendelssohn und Ligeti.

Um die „Lyra von Orpheus“ geht es in einem Konzert mit Werken aus der Renaissance und dem Barock, und im Marionettentheater ist ein von Peter Breuer choreografierter „Sommernachtstraum“ nach Shakespeare angesetzt. Das Filmkulturzentrum Das Kino zeigt Klassiker wie „Iphigenia“ von „Sorbas“-Regisseur Michael Cacoyannis, „Orpheus“ von Jean Cocteau, „Medea“ von Pier Paolo Pasolini und „Ein Sommernachtstraum“ von Max Reinhardt. Am Ende von Bartolis viertem Festival steht das mit den Stars der Opernbühne randvoll besetzte Festkonzert, das von der Camerata Salzburg und dem Salzburger Bachchor unter Louis Langree musikalisch gestaltet wird.

Die Eintrittskarten für die Oper kosten von 20 bis 430 Euro, die Konzerte sind für zwölf bis 270 Euro zu haben. Für das Ballett werden Karten von zehn bis 200 Euro angeboten. Seit Wochen ausverkauft sind das Festkonzert und die Händel-Oper „Semele“.

(S E R V I C E - www.salzburgerfestspiele.at, Tel.: 0662 / 8045-500)


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