Beschlüsse für Stromriesen aufgehoben

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Von Angela Dähling

Mayrhofen –Die Gemeinden Tux und Finkenberg haben per Gemeinderatsbeschluss bereits ihre Zustimmung zur „Unteren Tuxbachableitung“ durch den Verbund-Konzern gegeben. Donnerstagabend wurde diesbezüglich auch in Mayrhofen ein einstimmiger Beschluss gefasst.

Zudem wurden gleich drei anderslautende Gemeinderatsbeschlüsse aufgehoben: Jener vom 17. Februar 1982, in dem sich der Gemeinderat gegen jegliche Ausbauten der Wasserkraft ausgesprochen hat. Dann der Beharrungsbeschluss vom 29. Juni 1984 laut dem niemals mit einer Zustimmung für weitere Ausbauten in den Seitentälern gerechnet werden kann. Und schließlich der Beschluss vom 9. Juli 2014, in dem sich auch explizit gegen das eingereichte Projekt „Untere Tuxbachableitung“ und das in der Planungsphase befindliche Projekt „Kraftwerk Rotholz“ ausgesprochen wurde. Gegen das Rotholzprojekt spricht sich die Gemeinde Mayrhofen nach wie vor aus.

„Beim Tuxbachprojekt aber haben wir keine Parteistellung. Sie können es auch ohne unsere Zustimmung umsetzen“, erklärte BM Günter Fankhauser. Der Verbund-Konzern belohnt die Zustimmung mit der Erfüllung einer Reihe von Forderungen, die Gemeinde und TVB an den Stromriesen gestellt haben. Am Nein zur Tuxbachableitung halten indes der Alpenverein (AV) Zillertal samt Kajakclub und Freizeitanbietern fest. AV-Sektionsobmann Paul Steger weist in einem diesbezüglichen Schreiben an die Gemeinde darauf hin, dass von den Verbund-Vertretern erklärt wurde, dass ein Baubeschluss nicht ohne Zustimmung der Gemeinden gefasst werde. 2400 Zillertaler hätten sich nachweislich (Unterschriftenliste) gegen die beiden Verbund- Projekte ausgesprochen.


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