Übergangsstress in aller Munde

Innsbruck – Sensible Übergänge von einer Entwicklungsphase und Institution in die nächste sind derzeit das Schlagwort in der Pädagogik. Proj...

Seit Jahren fordern Erziehungswissenschafter mehr Augenmerk für die Kindergartenpädagogik.Foto: iStock

Innsbruck –Sensible Übergänge von einer Entwicklungsphase und Institution in die nächste sind derzeit das Schlagwort in der Pädagogik. Projektgruppen (siehe rechts) sollen jetzt in Tirol über den sanften Wechsel vom Kindergarten in die Volksschul­e nachdenken. „Läuft ein Übergang gut, dann fällt auch der nächste leichter“, sagt Brigitte Berchtold von der Bundesbildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Innsbruck. Sie sieht noch Potential in „gelebter Kommunikation und Zusammenarbeit mit Volksschulen“. So erübrige sich auch der diskutierte Datenaustausch. Die Zusammenarbeit funktioniere vor allem auf dem Land gut, erklärt Erziehungswissenschafter Bernhard Koch von der Uni Innsbruck. Dort liegen Kindergarten und Schule schon räumlich nebeneinander. In der Stadt fehle es in den sozialen Brennpunkten an Ressourcen. Bedenklich stimmen Koch punktuelle Maßnahmen. So würden in Deutschland gerade millionenschwere Projekte in Frage gestellt.

Pädagogen und Eltern sehen die größeren Probleme nach wie vor im Wechsel von der Volksschule in die Mittelschule oder ins Gymnasium. Familien klagen über enormen Stress der Kinder. Diese Woche etwa lief in Tirol eine Unterschriftenaktion gegen den Notendruck in der Volksschule. (sst)

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