Aliyev-Prozess - Frühere Nurbank-Managerin berichtete wenig Neues

Astana/Wien (APA) - Im Aliyev-Prozess hat am Freitag die frühere Nurbank-Managerin Zhanar Kayranova ausgesagt. Zu einer möglichen Tatbeteili...

Astana/Wien (APA) - Im Aliyev-Prozess hat am Freitag die frühere Nurbank-Managerin Zhanar Kayranova ausgesagt. Zu einer möglichen Tatbeteiligung der Angeklagten Vadim Koshlyak und Alnur Mussayev sagte die Zeugin vor dem Wiener Straflandesgericht dabei wenig; Thema waren vor allem Vorgänge in der Bank zur Zeit des Verschwindens der ermordeten Bankmanager Aybar Khasenov und Zholdas Timraliyev im Frühjahr 2007.

Zwei konkrete Angaben machte Kayranova. Am 31. Jänner 2007 habe es von Mitarbeitern der Bank geheißen, die beiden Manager hielten sich gemeinsam mit dem verstorbenen Hauptangeklagten und früheren Nurbank-Besitzer, Rakhat Aliyev, im Bankgebäude in der kasachischen Stadt Almaty auf. Der nunmehrige Angeklagte Koshlyak habe sie am späten Abend „bestimmt“ aufgefordert, ihren Arbeitsplatz in der 9. Etage zu verlassen, wo Aliyev und die beiden Männer sich aufgehalten haben sollen, sagte Kayranova.

Zuvor habe Aliyev am Telefon mit lauter Stimme zu einer unbekannten Person gesagt: „Das ist mein Gebäude, zieht euch zurück“. Nach Angaben der Gerichtsübersetzerin könne aber auch gemeint gewesen sein: „Schlagt zurück“. Die Zeugin wurde noch vor Mittag entlassen.

Betreffend der widersprüchlichen Angaben aus Kasachstan zur Rechtskräftigkeit des kasachischen Urteils gegen Mussayev und Koshlyak hieß es am Freitag von der Staatsanwaltschaft, das Urteil sei den Verteidigern der beiden Männer nach kasachischen Angaben nicht zugestellt worden, da es Staatsgeheimnisse enthalten habe. Die widersprüchlichen Angaben hatten vergangene Woche zur Freilassung der beiden Angeklagten aus der U-Haft geführt.

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Der Prozess wird nächste Woche Dienstag fortgesetzt.


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