Wettbewerb für Vorplatz ist fraglich

Wie das neue Haus der Musik in Innsbruck aussehen wird, ist weitgehend klar. Die Neugestaltung des Umfelds indes umso weniger.

© thomas boehm

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck –Das Fassaden-Geheimnis rund um das Haus der Musik in Innsbruck dürfte in Kürze gelüftet werden. Wie berichtet, musste das Siegerprojekt von Erich Strolz diesbezüglich nach Jury-Empfehlungen überarbeitet werden.

Mit Hochdruck wird derzeit von Seiten der Innsbrucker Immobilien-Gesellschaft an der Finalisierung der Einreich­unterlagen gewerkt. Ausgespart bei dem inzwischen auf 58 Millionen Euro angewachsenen Land-Stadt-Bund-Projekt ist der Außenbereich. Also alles, was das Haus der Musik auf dem Areal der derzeitigen Stadtsäle zwischen Rennweg und Universitätsstraße künftig umrahmen soll. Sowohl Planung als auch Kosten sind im Kernprojekt bewusst ausgespart worden.

Ursprünglich war angedacht, dass auch die Außengestaltung – aufgrund des bedeutsamen innerstädtischen Platzes nahe Hofburg, Schwarzmander-Kirche und Landestheater – einem eigenen Architekturwettbewerb unterzogen werden solle. Selbiges steht mittlerweile aber zur Disposition, wie Planungsstadtrat Gerhard Fritz bestätigt. Demnach sei das Tiefbauamt derzeit mit der Erstellung eines Anforderungsprofils beauftragt. Freiflächen, ruhender und fließender Verkehr – alles werde hier miteinbezogen. Erst wenn dieses vorliege, „wird entschieden, ob es einen Wettbewerb braucht oder nicht“, sagt Fritz. Wenn nicht, so der grüne Stadtpolitiker, sei auch ein „Folgeauftrag“ denkmöglich.

Egal wie, ein Fixpunkt für die Neugestaltung der Straßenzüge dürfte die Umsetzung eines „Shared Space“, also eines um Verkehrszeichen reduzierten Straßenraumes mit gleichberechtigter Verkehrsteilnahme, sein. Diese Idee wolle man rund um das Haus der Musik schon verwirklicht sehen, so Fritz.


Kommentieren


Schlagworte