Deutsche Bahn - Industrie kommt durch den Streik - Aber hohe Kosten

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat in der Industrie bisher nicht zu größeren Produktionsausfällen g...

Berlin/Frankfurt (APA/dpa) - Der Lokführerstreik bei der Deutschen Bahn hat in der Industrie bisher nicht zu größeren Produktionsausfällen geführt. Die besonders vom Schienentransport abhängigen Unternehmen der Auto- und Chemiebranche haben sich nach Angaben ihrer Verbände intensiv auf die Transportprobleme vorbereitet, die von dem bis Sonntag geplanten siebentägigen Ausstand im Güterverkehr ausgelöst worden sind.

Zur Höhe der zusätzlichen Kosten machten die Verbände am Freitag keine Angaben. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) beklagt die mit jedem Streiktag stärker steigenden Logistikkosten. Vielfach musste kurzfristig von der Bahn auf den Lkw umgestellt werden, zum Teil auch auf Schiffstransporte, erklärte ein VDA-Sprecher in Berlin. Oberstes Ziel war die Aufrechterhaltung der Produktion in den Werken. In Einzelfällen sollen sogar Hubschrauber für den Transport von wichtigen Bauteilen eingesetzt worden sein.

Auch die chemische Industrie ist nach Angaben ihres Verbandes VCI auf andere Verkehrsträger wie Lastwagen oder Binnenschiffe ausgewichen. Hilfreich seien dabei die Erfahrungen aus den vorangegangenen Bahnstreiks gewesen. Dennoch bedeute der Streik für die Unternehmen einen immensen Kraftaufwand und zusätzliche Kosten. „Durch den länger anhaltenden Bahnstreik nimmt die Planbarkeit ab, und sie haben weniger Zeit zu reagieren“, sagte ein VCI-Sprecher in Frankfurt.

~ WEB http://www.deutschebahn.com/de/ ~ APA285 2015-05-08/12:33

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