Andalusien weiter ohne gewählte Regierung - Frist läuft

Sevilla (APA/dpa) - Fast sieben Wochen nach der Regionalwahl in Andalusien ist Spaniens bevölkerungsreichste Region weiterhin ohne eine gewä...

Sevilla (APA/dpa) - Fast sieben Wochen nach der Regionalwahl in Andalusien ist Spaniens bevölkerungsreichste Region weiterhin ohne eine gewählte Regierung. Die Sozialistin Susana Díaz scheiterte bei ihrer Wiederwahl zur Ministerpräsidentin auch im zweiten Durchgang.

Die Regierungschefin, die nur noch geschäftsführend im Amt ist, erhielt bei der Abstimmung am Freitag im Regionalparlament in Sevilla nur die 47 Stimmen ihrer Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE).

Die 62 Abgeordneten der Oppositionsparteien stimmten geschlossen gegen die 40-Jährige. Der PSOE war es nicht gelungen, die Linkspartei Podemos (Wir können) oder die liberale Bewegung Ciudadanos (Bürger) zu einer Stimmenthaltung zu bewegen, was den Weg zu einer Wiederwahl von Díaz freigemacht hätte.

Wenn bis zum 5. Juli keine Regierung eine Mehrheit erhält, müssen Neuwahlen stattfinden. Die PSOE hatte die vorgezogene Wahl Ende März gewonnen, die absolute Mehrheit aber weit verfehlt. Die Region im Süden des Landes ist eine Hochburg der Linken. Die Sozialisten regieren dort seit der Rückkehr Spaniens zur Demokratie nach dem Ende der Franco-Diktatur (1939-1975).


Kommentieren