Festnahme nach Beschädigung beim Salzburger Integrationszentrum

Salzburg (APA) - Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ist in der Nacht auf Freitag eine große Glasscheibe des Integrationszentrums in Sa...

Salzburg (APA) - Zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ist in der Nacht auf Freitag eine große Glasscheibe des Integrationszentrums in Salzburg eingeschlagen worden. Dieses Mal konnte die Polizei kurz nach der Tat einen Verdächtigen festnehmen. Es handelt sich um einen 23-jährigen Asylwerber aus Marokko. Ob er auch für frühere derartige Beschädigungen verantwortlich ist, muss erst geklärt werden.

Sowohl beim Integrationszentrum als auch bei einem Magistratsgebäude in der Nähe klirrten in den frühen Morgenstunden die Scheiben. Eine Zeugin beobachtete den Vorfall und verständigte die Polizei. Diese leitete unverzüglich eine Fahndung ein und nahm nach rund 20 Minuten in der Elisabethstraße einen 23-jährigen Marokkaner fest. Die Zeugin hat den Mann wiedererkannt. Der Asylwerber stritt die Beschädigung laut ORF ab.

Völlig unklar ist derzeit noch, ob der Verdächtige auch mit anderen Vandalenakte in Verbindung gebracht werden kann. Das sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte ein Polizeisprecher zur APA. In jüngerer Vergangenheit wurden nämlich unter anderem auch die Parteizentralen von SPÖ und Grünen, das Euthanasie-Mahnmal im Kurgarten, die Synagoge oder ein Winter-Notquartier der Caritas beschädigt. Für all diese Taten wurde ein rechtsextremer Hintergrund vermutet, weshalb die Ermittlungen auch das Landesamt Verfassungsschutz übernommen hat.

Auch zum Motiv gab es vorerst keinerlei Hinweise. Auf jeden Fall hat das Integrationszentrum mit Asylanten zu tun. „Für Asylwerber sind wir eigentlich nicht zuständig, aber wir beraten immer wieder welche“, sagte die Leiterin Julia Graffer. Ob auch der Verdächtige dabei war, konnte sie nicht beantworten, weil sie von der Polizei keine Angaben zur Person des Festgenommenen erhalten habe.

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