Tschechische EPH legt verbindliches Angebot für Slovenske Elektrarne

Rom (APA) - Das Rennen um ein Mehrheitspaket von 66 Prozent am slowakischen Energieversorger Slovenske Elektrarne (SE) geht in die entscheid...

Rom (APA) - Das Rennen um ein Mehrheitspaket von 66 Prozent am slowakischen Energieversorger Slovenske Elektrarne (SE) geht in die entscheidende Phase. Die tschechische Industrieholding EPH habe dem derzeitigen Eigentümer, dem italienischen Stromkonzern Enel, ein verbindliches Angebot unterbreitet, berichtete die Mailänder Wirtschaftszeitung „Milano e Finanza“ am Freitag.

Die EPH um den Unternehmer Daniel Kretinsky ist zurzeit auf Expansionskurs. Kretinsky ist dabei, fünf italienische Gaskraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 3.500 Megawatt sowie ein Kohlekraftwerk auf Sardinien zu erwerben. Verkäufer ist der deutsche Energiekonzern E.ON in Italien, der einen Schuldenberg von 31 Mrd. Euro vor sich herschiebt. Die Übernahme soll bis Ende Mai abgeschlossen sein. Damit steigt EPH zu Italiens viertstärkstem Stromproduzenten auf.

Mit verbindlichen Angeboten für die Slovenske Elektrarne rechne Enel auch von Seiten des finnischen Energiekonzerns Fortum und von der ungarischen Gruppe MVM gemeinsam mit dem slowakischen Partner Slovnaft, Tochter des ungarischen Ölkonzerns MOL, berichtete das Blatt. Enel wird voraussichtlich Ende Mai eine Entscheidung über den Verkauf des SE-Aktienpakets treffen, von dem sich der italienische Stromriese Einnahmen von 1,3 Mrd. Euro erwartet.

840 Mio. Euro hatte Enel für das Aktienpaket im Jahr 2006 gezahlt. Slovenske Elektrarne betreibt auch das Atomkraftwerk Mochovce, das zurzeit fertiggebaut wird. Zur Fertigstellung des AKW hatten sich die Italiener noch im Privatisierungsprozess verpflichtet.

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