70 Jahre Kriegsende - Sofia streitet über Ehrung

Sofia (APA/dpa) - Bulgarien hat zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa die Kriegsopfer und die Siegermächte gewürdigt....

Sofia (APA/dpa) - Bulgarien hat zum 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa die Kriegsopfer und die Siegermächte gewürdigt. Die russlandfreundlichen Sozialisten lehnten aber die am Freitag vom Parlament in Sofia verabschiedete Erklärung zum Kriegsende ab.

Darin wird auf die historische Bedeutung der „Kapitulation von Nazi-Deutschland am 9. Mai 1945“ sowie der Deklaration von Robert Schuman vom 9. Mai 1950 zum Vereinigten Europa verwiesen. Zudem rief das Parlament dazu auf, von Handlungen abzusehen, die zu „neuen Teilungslinien in Europa“ führen könnten.

Die oppositionellen Sozialisten schlossen sich der Erklärung nicht an: Ihre Fraktion hatte vergeblich gefordert, darin das Fernbleiben von Staatschef Rossen Plewneliew von den Feiern zum Kriegsende in Moskau am 9. Mai zu verurteilen. Die Sozialisten hatten ebenso ergebnislos darauf bestanden, dass der antifaschistische Widerstand in Bulgarien und in anderen Staaten Europas gewürdigt werde. Das Dokument wurde mit 141 gegen 4 Stimmen verabschiedet.

Das damalige Königreich Bulgarien war im Zweiten Weltkrieg mit Nazi-Deutschland verbündet. Nach der kommunistischen Machtübernahme in Sofia im September 1944 zog die bulgarische Armee gegen Deutschland ins Feld.

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