Präsident deutscher Laien-Katholiken gegen Demokratiefeinde in Kirche

München (APA) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat sich klar gegen ausländer-, islam- und de...

München (APA) - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat sich klar gegen ausländer-, islam- und demokratiefeindliche Tendenzen in der Kirche gewandt. Es gebe Entwicklungen, „die uns fassungslos machen“, sagte Glück laut Kathpress am Freitag vor der Vollversammlung des obersten katholischen Laiengremiums in Würzburg.

„Da können sie noch so viele Werte beschwören, aber wenn sie gegen andere Menschen Stimmung machen, können sie nie und nimmer unser Partner sein.“ Hier gelte es, klar Position zu beziehen.

Der ZdK-Präsident sprach in diesem Zusammenhang von „Irrwegen“, die bis in die Kirche hinein möglich seien, wenn etwa Katholiken nach Russland gefahren seien, weil Präsident Putin für vermeintliche Familienwerte und gegen den angeblichen Werteverfall kämpfe. Dabei verlören diese Katholiken „kein einziges Wort über die Verletzung der Menschenrechte oder das Selbstbestimmungsrecht der Völker“, kritisierte Glück. Die katholische Publizistin Gabriele Kuby hatte im vergangenen Herbst an einem Familienkongress im Kreml teilgenommen.

In Bezug auf die Diskussion um den Islam in Deutschland betonte Glück, dass es mit dem Grundgesetz eine ganz eindeutige Grundorientierung für das Zusammenleben in Deutschland gebe. Dessen Normen und Regeln stünden über jedem religiösen Gesetz. „Das gilt für die Muslime in unserem Land, es gilt natürlich aber auch für Christen und Angehörige anderer Religionen oder für Nichtreligiöse“.

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