Pakistan: Taliban schossen Helikopter mit ausländischen Diplomaten ab

Islamabad (APA/AFP) - Nach dem Absturz eines Helikopters in Pakistan mit ausländischen Diplomaten an Bord haben die Taliban erklärt, den Mil...

Islamabad (APA/AFP) - Nach dem Absturz eines Helikopters in Pakistan mit ausländischen Diplomaten an Bord haben die Taliban erklärt, den Militärhubschrauber abgeschossen zu haben. Der Hubschrauber sei in der nordwestlichen Region Gilgit-Baltistan „mit einer Flugabwehrrakete“ abgeschossen worden, hieß es am Freitag in einer E-Mail des Taliban-Sprechers Mohammed Khorazani.

Demnach galt der Anschlag, bei dem die Botschafter Norwegens und der Philippinen getötet wurden, eigentlich Pakistans Premierminister Nawaz Sharif. Bei dem Absturz wurden nach Angaben der pakistanischen Armee außer den beiden Diplomaten auch die Ehefrauen der Botschafter Malaysias und Indonesiens sowie die beiden Piloten getötet.

Das Bekenntnis der Taliban wurde von offizieller Seite zunächst nicht bestätigt, allerdings gilt die Region als Hochburg der radikalen Islamistengruppe. Premierminister Sharif befand sich nach Angaben seines Büros zu dem Zeitpunkt tatsächlich auf dem Weg nach Gilgit-Baltistan, sein Flugzeug kehrte jedoch in die Hauptstadt Islamabad zurück, nachdem der Absturz des Helikopters bekannt wurde.

Laut der Armee waren insgesamt drei Hubschrauber mit Diplomaten und Journalisten an Bord auf dem Weg in die Region, als einer von ihnen im Naltar-Tal abstürzte und auf einer Schule aufschlug. Diese war jedoch zum Zeitpunkt des Unglücks geschlossen. Die Delegationen sollten während eines dreitägigen Besuchs in Gilgit-Baltistan Projekte besuchen und sich dort mit Sharif treffen. Laut der Armee wurden auch die Botschafter Polens und der Niederlande bei dem Absturz verletzt. Sharif drückte sein Mitgefühl aus und rief einen Tag der Trauer aus.


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